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Wie funktioniert eigentlich ein Freizeitpark?

Wie funktioniert eigentlich ein Freizeitpark?

1,4 Millionen Menschen strömen jährlich in den Hansa-Park. Damit alles läuft, müssen die Mitarbeiter viel planen.

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Fenja Rosburg ist nicht nur für den Einkauf zuständig, sondern muss auch kreativ sein. Mit einem Team entwickelt sie die Souvenirs.

Die Achterbahnen haben die höchste Sicherheitsstufe. „Das ist wie bei einem Flugzeug“, sagt der technische Leiter Jan Philipp Ruge. Täglich wird daher jede Schraube und jede Bremse genau in Augenschein genommen. Aber auch alle anderen der insgesamt 125 Attraktionen im Hansa-Park Sierksdorf werden tagtäglich überprüft. Rund fünf Stunden braucht Jan Philipp Ruge mit seinem 120-köpfigen Team für die Prüfungen und Checks. Mit einem eigens dafür programmierten Betriebssystem werden die Fahrgeschäfte freigeschaltet. Von der Zuckerwattemaschine bis zur Riesen-Achterbahn – die Techniker kümmern sich um alles. Auch wenn eines der über 100 000 Leuchtmittel ausfällt oder die Spülmaschine nicht funktioniert, sind sie zur Stelle. Ein großer organisatorischer Aufwand. Doch damit der Freizeitpark funktioniert, gibt es noch viel mehr zu bedenken.

Über 1,4 Millionen Menschen strömen jährlich in den Vergnügungspark. Sie wollen neben dem Adrenalinkick auf der Achterbahn auch etwas zu Essen oder eine Erinnerung einkaufen. Jeder einzelne Bereich muss daher genau geplant und abgestimmt werden. Dafür sind während der Saison etwa 800 Mitarbeiter im Einsatz.

Während der technische Leiter Ruge durch den Park streift und die Attraktionen kritisch beäugt, klingeln sein Handy und sein Walkie-Talkie pausenlos. Mal ist eine Sicherung rausgeflogen, mal hat sich eines der Lämpchen verabschiedet. Für jedes Problem muss er einen passenden Experten finden. Schlosser, Elektriker oder auch ein Schmied arbeiten für den Park; oder Ruge regelt die Angelegenheit persönlich. „Ich wurde wegen eines technischen Problems auch schon nachts aus dem Bett geklingelt“, sagt er. Auf seinem Rundgang stoppt Ruge abrupt und blickt mit gerunzelter Stirn auf die Anzeige der „Crazy Mine“. Mit schnellen Schritten schlüpft er in den verdunkelten Eingangsbereich des Fahrgeschäfts und verschwindet durch eine Seitentür. Nun ist er im technischen Herz der Anlage, einem kleinen Raum mit blinkenden roten und grünen Lämpchen und einem riesigen Sicherungskasten. Ruge schaut genau hin, ein Handgriff und die automatische Anzeige funktioniert wieder. Bei der Überprüfung muss er nicht nur in die dunklen Geheimgänge der Bahnen gehen, sondern auch in luftiger Höhe arbeiten. Denn die Bremsen an den meterhohen Schienen müssen ebenfalls überprüft werden.

Weniger abenteuerlich, dafür aber genauso strukturiert geht es im gastronomischen Bereich zu. Dort ist vor allem die Logistik eine Herausforderung. „Schließlich soll ja an allen 22 Verkaufsstellen im Park nie die Ware ausgehen“, sagt Gastro-Chef Oliver Rühle-Gerdes, dessen Tag um halb acht Uhr morgens mit der Inspektion der verschiedenen Verkaufsstätten beginnt. Gute Planung bei der Warenbestellung ist daher ein Muss. Zehn bis zwölf Lieferungen erreichen den Freizeitpark täglich und werden anschließend mit kleinen Elektro-Fahrzeugen im 46 Hektar großen Park verteilt.

Die Bestellungen gibt Fenja Rosburg an die Zulieferer. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt im Park, wenn etwas eingekauft werden muss. „Vom Pflaster bis zum Ersatzteil für die Achterbahn – ich kümmere mich drum“, sagt die Assistentin des Einkaufs. Dabei ist sie kein schnöder Zahlenmensch – oft sind Kreativität und Geschmack gefragt. „Wenn wir neue Souvenirs oder Werbeartikel entwickeln, sitzen wir mit einem ganzen Team zusammen, damit die Besucher auch ein schönes Erinnerungsstück in den Händen halten.“

Zahlen, Daten und Fakten rund um den Hansa-Park Sierksdorf

100 000 Lampen bringen den Hansa-Park zum Leuchten.

1,5 Tonnen Röstzwiebeln kommen pro Saison auf die Hot Dogs und Burger.

3,1 Tonnen Erdbeeren werden während der Saison von den Parkgästen vernascht.

1977 wurde das Hansaland eröffnet, 1987 umbenannt in Hansa-Park.

30. Oktober : An dem Sonntag endet die Saison 2016. Der Vergnügungspark ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahre zahlen 36 Euro Eintritt, Kinder von vier bis 14 Jahre 29 Euro, Kinder unter vier Jahre sind frei.

Alessandra Röder

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