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Heiligenhafen: Adventsmarkt an der Stadtkirche abgesagt

Heiligenhafen Heiligenhafen: Adventsmarkt an der Stadtkirche abgesagt

Der zweitägige Adventsmarkt an der Stadtkirche Heiligenhafen ist abgesagt. Dies teilte Jan Rohde mit. Es fehle dieses Jahr an ausreichend Teilnehmern und auch an Buden. Geplant sei jedoch ein Neustart im kommenden Jahr. Und: Es gibt drei andere Weihnachtsmärkte in der Stadt.

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Den zweitägigen Adventsmarkt an der Stadtkirche wird es am ersten Advent nicht geben.

Quelle: Foto: Archiv

Heiligenhafen. In einer Pressemitteilung der Organisatoren heißt es: „Zu den bekannten Problemen der vergangenen Jahre kamen neue dazu. Zwei weitere Gruppen mussten wegen Personalmangels absagen, die bestellten fünf Holzbuden aus Oldenburg stehen leider nicht mehr für uns zur Verfügung.“ Unklar sei ebenfalls, ob im Gemeindehaus das Café mit selbstgemachten Kuchen und Torten stattfinden könne. Auch dort seien die Aktiven alle über 80 Jahre alt – und Nachrücker seien nicht in Sicht.

Eine gute Nachricht hat Rohde dennoch: „Das Weihnachtsmarkt-Konto ist noch mit über 5000 Euro gut gefüllt.“ Das reiche, um wie in den letzten Jahren üblich da zu helfen, wo die Not in der Stadt am größten sei. Rohde: „Im Mai 2018 wollen wir uns frühzeitig zusammensetzen, um den nächsten Adventsmarkt zu besprechen. Hoffentlich mit neuen Unterstützern, die von der diesjährigen Absage motiviert mit neuen Ideen, Rat und Tat dazukommen.“ Es sei jedoch immer schwieriger geworden, Mitstreiter zu finden. Rohde weiter: „Das Ganze ist ehrenamtlich, Geld ist damit nicht zu verdienen.“ Außerdem dauere der Auf- und Abbau ebenso lange wie der Markt selbst.

Wer jedoch eine Vorweihnachtszeit ohne weihnachtliche Stimmung befürchtet, kann besänftigt werden. Denn es weihnachtet an gleich drei zentralen Punkten im Stadtgebiet. Das Café „Kai“ startet wie gewohnt am Markt durch. Inhaber Kai Huckfeld erklärt: „Wir sind wieder mit der Eisstockbahn, Glühwein, Bratwurst und Flammkuchen sowie einem Tannenbaumverkauf dabei.“ Er habe im Vorfeld mit vielen Gastronomen gesprochen, sich ihm anzuschließen. Doch keiner wollte oder konnte sich auf dem Markt beteiligen. Von einigen habe er nicht einmal eine Reaktion auf seine Anfrage erhalten. Andere wiederum hätten vor allem nicht die personellen Möglichkeiten, das Weihnachtsgeschäft zusätzlich zu bedienen. Huckfeldt sagt dazu: „Das gilt für mich ja auch. Ich stelle mich ja auch selbst auf den Markt, opfere meine Zeit.“ Er bedauert obendrein auch fehlende Unterstützung aus dem Rathaus, verweist auf Nachbar Oldenburg. „Dort kriegen sie sogar das Kinderkarussell hin.“ Davon könne Heiligenhafen nur träumen.

Ferner wird am Seebrückenvorplatz ein Weihnachtsprogramm vom Tourismus-Service gestartet. Erstmals findet dann auch noch am Kommunalhafen beim Hotel „Meereszeiten“ ein Markt mit vier Buden statt – dieser möglicherweise aber nur an den Wochenenden. Und schließlich soll es auch an der Stadtkirche weihnachtlich leuchten – die Bezirkshandwerkerschaft schmückt wie in all den Jahren das Kirchenportal.

Geschäftsmann Jan Rohde sagt angesichts dieser Weihnachtsmärkte: „Es ist schade, dass wir dieses Jahr den Adventsmarkt absagen mussten. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass Neues zeitgleich entsteht.“ Es weihnachtet in der Warderstadt.

 Von Peter Mantik

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