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Tierische Bescherung!

Bad Segeberg Tierische Bescherung!

Der Weihnachtskalender für Hunde dürfte bald leergefuttert sein: Besondere Sterne und Drops gab es schon mal vorbereitend auf das echte Fest der tierischen Sinne. Katzen, Vögel und Co. werden unterm Weihnachtsbaum längst mitbedacht. Das merken auch Bad Segebergs Händler.

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Britta Raphael zeigt: Behausungen gibt es im „Fressnapf“ passend zur Saison.

Bad Segeberg. Es gibt Leckerlis, Nützliches, Pflegeprodukte oder auch Kurioses. Der Wunsch, neben Familie und Freunden das eigene Haustier zu beschenken, lockt Besitzer in die Fachgeschäfte. Mehr als jeder dritte Heimtierhalter möchte seinem Liebling etwas zu Weihnachten schenken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH) in Düsseldorf.

LN-Bild

Der Weihnachtskalender für Hunde dürfte bald leergefuttert sein: Besondere Sterne und Drops gab es schon mal vorbereitend auf das echte Fest der tierischen Sinne. Katzen, Vögel und Co. werden unterm Weihnachtsbaum längst mitbedacht. Das merken auch Bad Segebergs Händler.

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„Katzenhöhlen und -betten gehen in diesem Jahr gut“, sagt Britta Raphael, stellvertretende Marktleiterin in der Fressnapf-Filiale in Bad Segeberg. Ein Exemplar ist sogar in Weihnachtsmützenform zu haben – das gibt’s nur im Dezember. Genauso wie den Kratzbaum in Sternenform. Weihnachtskalender gibt es nicht nur für Hunde und Katzen, sondern auch für Nager. Doch die sind dort längst ausverkauft.

„Besitzer kaufen auch verschiedene Leckerlis und basteln die Kalender selbst“, weiß Britta Raphael. Gut verkauft haben sich in diesem Jahr zudem Wintermäntelchen für Hunde, Intelligenzspielzeuge und Laserpointer für Katzen. Es gibt sogar tierische Festtagsmenüs, zusammengestellt mit ausgefallenen Spezialitäten: So kann Miezi Reh und Huhn mit Blaubeeren und Kastanien verspeisen, für den Hund bietet sich Gans und Kalb mit Äpfeln und Spätzle an oder auch Elch und Lamm mit Haferflocken und Preiselbeeren.

Im Fachgeschäft „Das Futterhaus“ sieht es ähnlich aus: „Wenn man sich etwas für sein Tier zu den Feiertagen gönnt, dann sind es Betten“, weiß Marktleiterin Barbara Grossmann. Oder ein neues Halsband.

Diese Zeit biete sich eben an, nicht so genau auf jeden Euro zu schauen. Mäntelchen in diversen Größen und Formen schützen Dackel und Co. vorm Frieren; Leckerlis sind in Lebkuchenform gepresst, und plüschige Tannenbäume wie Schneebälle sorgen für winterlichen Spielspaß im Wohnzimmer.

Im Fachhandel Zoo & Co gibt es neben Weihnachtsschals Rentier-Schmuck für Hunde – aber die Spaßabteilung ist klein. So groß seien die Unterschiede zwischen den Feiertagen und dem Rest des Jahres nicht mehr, sagt Inhaberin Britta Tonn. Aber große Knochen für Hunde, eine extra Portion Leckerlis oder ein neues Aquarium – das seien typische Geschenkideen. Die Kunden beteiligen sich jedoch immer gern an der Weihnachtstombola. 1500 Lose werden verkauft, Lieferanten sponsern die Gewinne. Und der Erlös kommt Vereinen oder Tierschutzorganisationen zugute. In den anderen beiden Geschäften laufen ähnliche Aktionen; im Futterhaus wird ein Verein unterstützt, der ein polnisches Tierheim mit 600 Hunden betreut. Im Fressnapf können Kunden Futter, Kissen und Spielzeug kaufen, die unterm Baum liegen – das Tierheim holt die Geschenke zu Weihnachten ab.

Laut der Forsa-Umfrage möchten 36 Prozent der Tierhalter in diesem Jahr ihren Lieblingen Weihnachtsgeschenke unter den Christbaum legen. Auf Millionen Hunde, Katzen und andere Heimtiere in Deutschland wartet eine Bescherung. Besonders beliebt sind demnach Leckerbissen (30 Prozent), Spielzeug (14 Prozent) – wie auch in den vergangenen drei Jahren. Mit großem Abstand folgt Kuscheliges wie Decke oder Kissen (fünf Prozent), vereinzelt verschenken Heimtierhalter ein neues Halsband oder eine neue Leine, eine neue Behausung, wie Hundehütte, Aquarium oder Terrarium, sowie Pflegeprodukte und Kleidung für Tiere (jeweils ein Prozent).

In 44 Prozent der Haushalte in Deutschland leben insgesamt 31,6 Millionen Heimtiere – überwiegend Hunde und Katzen, aber auch Vögel sowie Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen. Dazu kommen Zierfische und Terrarientiere.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Leider liegen immer noch Tiere unterm Weihnachtsbaum, die aus Leichtfertigkeit, Mitleid oder auf Wunsch eines Kindes gekauft werden. Dort haben sie nichts zu suchen, mahnen Tierschutzorganisationen wie Peta, der Deutsche Tierschutzbund oder die Initiative Mensch und Hund. Sobald der Weihnachtszauber vorbei ist, finden sich viele Tiere im Tierheim wieder. Nicht selten werden sie ausgesetzt.

Andere gute Geschenke sind zum Beispiel Ratgeberlektüre, Heimtierzubehör oder Tierschutz: Man kann eine Patenschaft für Tiere oder Projekte oder eine Mitgliedschaft beim Tierschutzbund verschenken. Bei einem Tier, das auf einem Lebenshof lebt, kann man seinen Schützling regelmäßig besuchen. Es gibt zum Beispiel Tiere aus dem ehemaligen Lübecker Zoo, die noch auf eine Patenschaft warten: www.free-animal.de.

 Irene Burow

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