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Fachhochschule entwickelt Klinik für Krisenländer Vereinte Nationen (UN) als Partner – Nur Förderspritze vom Land steht noch aus

Lübeck Fachhochschule entwickelt Klinik für Krisenländer Vereinte Nationen (UN) als Partner – Nur Förderspritze vom Land steht noch aus

Die Fachhochschule möchte in Kooperation mit den UN die Gesundheitsversorgung in Krisenländern verbessern. Dazu hat die FH ein Baukonzept für Kliniken entwickelt, die schnell kostengünstig aufgestellt werden können. Auch die Medizintechnik soll unter anderem zum „Hilfspaket“ gehören.

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Sie haben Großes vor: Prof. Oliver Rentzsch (v. l.), Architektin Sarah Friede, Prof. Sabine Framke sowie Prof. Klaus-Peter Wolf-Regett zeigen das Modell des Modulkrankenhauses, wie es im syrischen Homs als Prototyp gebaut werden soll.

Quelle: Fotos: Lutz Roessler

Lübeck. Die Einladungen für das sogenannte Kick-off-Meeting in diesem Monat in der Industrie- und Handelskammer (IHK) waren schon fertig. Doch in letzter Sekunde hat Fachhochschul-Professor Oliver Rentzsch noch kurz vor dem Start die Reißleine gezogen. „Denn es ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Aber im Januar geht es dann endgültig los“, ist er zuversichtlich. Der FH-Experte für Internationales Marketing und seine Mitstreiter haben auf dem Campus Großes vor; Ausdruck davon sind der potenzielle internationale Vertragspartner der Hochschule, die Vereinten Nationen (UN), sowie der Kooperationspartner, die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Als Voraussetzung für diese internationale Zusammenarbeit wurde im Sommer eigens ein FH-Institut unter dem Namen Institute for International Health Relief Management gegründet. „Zudem haben wir den Verein ,Association for International Humanitarian Development (AIHD)’ ins Leben gerufen, um das Thema humanitäre Entwicklung losgelöst von der Politik betreiben zu können“, so Rentzsch. Der 53-Jährige ist Diplom-Ingenieur, Neurochirurg, Pilot und Fachmann für Betriebswirtschaftslehre.

Trotz seiner vielfachen Kompetenzen steht sein innovatives Vorhaben mit Strahlkraft für die gesamte FH noch auf wackeligen Füßen. Denn ohne Sarah Friede an seiner Seite hat er sprichwörtlich nur auf Sand gebaut. Denn die junge Architektin und frühere FH-Studierende hat den Grundstein für die ganze Initiative gelegt. In ihrer Masterarbeit bei FH-Professor Stephan Wehrig hat sie ein Krankenhaus auf Basis eines einzigen Standardmoduls entworfen; und der Prototyp soll im syrischen Homs aufgebaut werden (die LN berichteten).

„Das System ist so konzipiert, dass man mit diesen Modulbausteinen aus Gipsbetonplatten zig Krankenhäuser bauen kann. Das ist der Clou, dadurch wird es so günstig“, so Friede. Wodurch sich Rentzsch’

Kommentar „Das ist unsere Initialzündung, die alles Weitere nach sich ziehen wird“ erklärt.

Um Sarah Friede perspektivisch an den Campus binden zu können, soll in dem neuen FH-Institut extra für sie eine attraktive Koordinierungsstelle geschaffen werden. „Doch dafür brauchen wir eine Finanzzusage des Landes, die uns bisher leider nicht vorliegt“, kommentiert Prof. Klaus-Peter Wolf-Regett, Präsidiumsbeauftragter für Technologie- und Wissenstransfer. Er hofft aber auf ein baldiges Einlenken des Landes. „Denn dieses Vorhaben integriert letztlich alle Fachbereiche unserer Hochschule. So etwas hatten wir bisher noch nicht“, bemerkt er.

In dem Institut sollen in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft sowie anderen Forschungseinrichtungen wie der benachbarten Universität Technologien entwickelt werden, die für das Thema Krisen- und Notfallhilfe erforderlich sind. „Laut WHO gibt es aktuell 21 Länder mit 69 Millionen Menschen, die in akuter medizinischer Not sind“, erklärt Oliver Rentzsch, „mit unseren Kompetenzen aus dem Bauwesen, der Wasserwirtschaft, der Medizintechnik et cetera können wir ein ganzes ,Hilfspaket’ zusammenstellen. Wenn das nicht ein großes Aushängeschild für Schleswig-Holstein ist . . .“

Das neue FH-Institut

Das „Institute for International Health Relief Management“ wurde im Sommer gegründet und soll die Kompetenzen der Fachhochschule Lübeck bündeln, um die Chancen in der Zusammenarbeit mit internationen Organisationen wie UN und WHO besser nutzen zu können. Bauwesen, Wasserwirtschaft, Medizintechnik und Gesundheitsmanagement entwickeln unter einem Dach Technologien, die für das Thema Krisen- und Notfallhilfe erforderlich sind.

Michael Hollinde

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