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Mathe büffeln statt Strandurlaub: Sie schnuppern schon Uniluft

Lübeck Mathe büffeln statt Strandurlaub: Sie schnuppern schon Uniluft

Bereits zum fünften Mal bietet Schülerakademie der Universität zu Lübeck die Summerschool an – Institut vermittelt Basis für den Studienstart.

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Sie haben bei der Summerschool Spaß an der Mathematik: Derya Brockhagen (20) wird beim Lösen einer Gleichung von Julia Peters (17, v. l.), Lirilind Shala (18), Hauke Thomson (18) und Doktorand Jan Pleis (25) beobachtet.

Quelle: Fotos: Guido Kollmeier

Lübeck. An der Tafel des Seminarraumes stehen Formeln, die nur etwas für Fortgeschrittene sind und auf die abzielen, die in der ersten Woche der Sommerferien ihrer Passion, der Mathematik, nachgehen.

„Habt ihr schon mal von Polarkoordinaten gehört?“, fragt Inga Stolz und erntet ein vieldeutiges Schweigen. „Sie helfen euch, wenn ihr mal etwas mit medizinischer Bildverarbeitung machen wollt, Beispiel Computertomografie“, erläutert die Doktorandin. Sie stellt zusammen mit ihren Kollegen aus dem Institut für Mathematik der Lübecker Uni das rund 15-köpfige Helfer-Team für dieses sommerliche Angebot.

„Sie sind hilfreich, wenn sich das Verhältnis zwischen zwei Punkten leichter durch Winkel und Abstände beschreiben lässt, als dies mit x- und y-Koordinaten der Fall wäre.“ Schließlich werden die Messdaten von einer rotierenden Röntgenröhre geliefert, fügt die 27-Jährige hinzu. Da ist er also, der praktische Bezug, von dem auch Uni-Professor Karsten Keller gerne spricht, um die Faszination seines Fachgebiets zu verdeutlichen.

„Mit Hilfe der mathematischen Abstraktion kann man ganz praktische Probleme vor Augen haben und lösen“, erklärt der Forscher. Er interessiert sich in seinem Tun speziell für Elektroenzephalografie (EEG)-Daten von Epilepsie-Patienten. Sein Ziel: „Während eines Anfalls ändert sich etwas in der Komplexität des Systems, also in den EEG-Messwerten. Und wenn wir herausfinden, was genau passiert, könnten wir das Ereignis voraussagen und den Patienten entsprechend mit einem Warnsensor versehen“, so Keller.

Doch bis sich die rund 20 Oberstufenschülerinnen und -schüler, die momentan an der Summerschool des Instituts teilnehmen, an solche Fragestellungen wagen, wird es wohl noch dauern. Denn derzeit beschäftigen sie sich erstmal mit den puren Grundlagen. „Das Vorlesungs-Modul Analysis 1, das wir dreistufig in der Summerschool über drei Jahre vermitteln, steht im Mittelpunkt unseres einwöchigen Angebotes“, erläutert Keller. Die Vorlesung sei eine der wichtigsten im Mathematikstudium, und wer am Ende des Semesters die Klausur dazu bestehe, habe gleich acht „credit points“ auf seinem Konto – womit er die Wertigkeit der Inhalte betont.

„Ich war bereits im vergangenen Jahr in den Sommerferien dabei“, sagt Chiara Paulsen, 16 Jahre alt vom Lübecker Johanneum. Sie habe einfach Freude an der Mathematik und schätze an dem Fach, dass alles aufeinander aufbaue und es möglich sei, mit den Grundlagen sehr komplizierte Sachen zu lösen. Magnus Bender und Björn Ehlers hingegen haben bereits das Abitur in der Tasche und möchten sich durch den Campus-Besuch auf ihr bevorstehendes Studium vorbereiten. „So kann man schon ein bisschen reinschnuppern und wird nicht gleich so hart erwischt“, kommentieren sie.

Was durchaus passieren kann, wie Karsten Keller weiß. „Man sitzt schon mal in einer Vorlesung und versteht gar nichts. Das geht mir manchmal auf einer Tagung auch so“, erzählt er. Damit müsse man umgehen lernen. „Daher ist es wichtig, rechtzeitig zu lernen, die richtigen Fragen zu stellen“, fügt er noch an. Doktorandin Inga Stolz, die sich auch im Mathe-Club für den jungen Nachwuchs engagiert, empfiehlt: „Das Wichtigste ist, eine Lerngruppe zu bilden und sich gemeinsam die Lösungswege zu erschließen.“

Und Torge Indinger vom Berufsbildungszentrum Rendsburg- Eckernförde, der das Projekt 2011 mit auf den Weg gebracht hat, betont: „So kann der Einstieg ins Studium der Mint-Fächer geglättet und Abbrecherquoten gesenkt werden.“

Michael Hollinde

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