Feuerwehrmann stirbt bei Routine-Übung
Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Lübeck-Niendorf ist am Freitagabend bei einer Routineübung an der Blankenseer Straße tödlich verunglückt. Die Feuerwehrleute haben dort in der Nähe des Flughafens in einem unbewohnten Gebäude eines ehemaligen Gestüts einen so genannten "Innenangriff" geprobt. Dabei gehen die Retter mit Atemschutzgerät in ein verdunkeltes Gebäude, müssen sich dort mit Lampen und Tastsinn orientieren. Aus ungeklärter Ursache ist es bei der Übung in dem Gebäude zu einem Brand gekommen. Dabei hat der 33-jährige Feuerwehrmann schwere Verletzungen erlitten. Die anwesenden Feuerwehrleute brachten ihn aus dem Haus und leisteten sofort erste Hilfe. Notarzt und Rettungswagen waren schnell vor Ort. Der Mann wurde in die Uniklinik gebracht, erlag dort aber seinen Verletzungen.
"Die Freiwilligen Feuerwehren machen regelmäßig derartige Übungen, um die Einsatzkomponenten durchzuspielen", sagt der Sprecher der Lübecker Berufsfeuerwehr, Michael Utech. Normalerweise seien diese Einsätze harmlos. Wie es zu einem solchen Unglück kommen konnte, ist unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat das Gebäude, das durch das Feuer nur leicht beschädigt wurde, beschlagnahmt.
Der 33-jährige Feuerwehrmann hinterlässt laut Utech eine Ehefrau, jedoch keine Kinder. Seine Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr und seine Familie werden seelsorgerisch betreut. "Berufsfeuerwehr-Chef Oliver Bäth sowie Lübecks Innensenator Thorsten Geißler haben die Angehörigen des 33-Jährigen besucht und ihnen ihr Beileid ausgesprochen", sagt Feuerwehr-Sprecher Michael Utech.
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