ln-online/lokales vom 19.06.2005 01:00
CDU-Kandidat stand schnell fest: Klarer Sieg für Bismarck
Adel verpflichtet: Carl-Eduard von Bismarck soll im Wahlkreis 10 das Bundestagsmandat für die CDU holen. In Trittau wurde er gestern mit großer Mehrheit zum Kandidaten bestimmt.Trittau - Es war ein haushoher Sieg für Carl-Eduard von Bismarck. Mit 291 Stimmen votierten die 425 stimmberechtigten Mitglieder gestern Abend in der Trittauer Sporthalle für ihn als ihren Kandidaten zur Bundestagswahl. Er soll für die CDU im Wahlkreis 10 ( Lauenburg/Stormarn Süd) die Stimmen der Wähler holen und wieder ins Parlament nach Berlin gehen, in das er als Nachrücker für Peter Harry Carstensen im April eingezogen war.
Mit diesem Ergebnis hängte der Ururenkel des Reichskanzlers aus Friedrichsruh die anderen vier Bewerber locker ab, die ein großes Kandidaten-Karussell in Bewegung gebracht hatten. Carl Christian Claussen konnte zwar 63 Stimmen auf sich verbuchen, für Horst Kurse entschieden sich jedoch nur noch 41 Christdemokraten, auf 24 Stimmen kam Steffen Rotermundt - er hatte vor Ostern als erster seine Kandidatur angemeldet - und lediglich zwei Stimmen errang Dietrich Toebe, der als letzter seinen Hut in den Ring geworfen hatte. Die "Verlierer" trugen es mit Fassung und gratulierten von Bismarck zu seinem Sieg. Schließlich, so Rotermundt, "geht es hier ja um die Sache".
Aufgrund der Mitgliederverhältnisse war dieses eindeutige Ergebnis für von Bismarck abzusehen, die Lauenburger stellen weitaus mehr Mitglieder als die Stormarner. Insgesamt bringen es beide Kreise auf 2400 stimmberechtigte Parteimitglieder, nur 425 (davon 188 Stormarner) waren nach Trittau gekommen. Zum Teil sogar in gecharterten Reisebussen aus dem Lauenburgischen.
"Der Wahlkampf fängt heute an", freute sich von Bismarck nach diesem guten Ergebnis und dankte seinen Anhängern, die ihn auf dieser Mitgliederversammlung gewählt hatten und das Vertrauen in seine Fähigkeiten setzen. Getreu dem Leitsatz seiner "Chefin" Angela Merkel, der Kandidatin für das Amt des Bundeskanzlers bei der kommenden Bundestagswahl, will auch von Bismarck "Deutschland dienen."
In der Vorstellung vor der Wahl hatte er, wie die anderen Bewerber auch, seine Qualitäten in die Waagschale geworfen. Qualitäten, die er für unabdingbar hält, um als Bundestagsmitglied arbeiten zu können: Er habe einen engen Kontakt zur Basis, würde die wichtigen Themen kennen - "eine volle Mitgliedschaft der Türkei kommt überhaupt nicht in Frage" -, die die Bürger bewegen und hätte Lösungen dafür. Er sei belastbar, knüpfe ein enges Netzwerk zu Unternehmen und zum Handwerk. Daran, "dass Deutschland das wachstumsschwächste Land in Europa geworden ist", so der Christdemokrat, müsse sich etwas ändern. "Es geht um die Zukunft unseres deutschen Vaterlandes."
"Ihre Interessen und Probleme kraftvoll und engagiert zu vertreten, ist mir wichtig", wandte er sich an die Parteikollegen. Er stünde für Offenheit, Ehrlichkeit und Geradlinigkeit. "Vor ihnen steht ein Kämpfer", warb er kraftvoll um Stimmen. Der donnernde Applaus war ihm sicher. Und die vielen Stimmen auch, wie sich gezeigt hat. Jetzt tritt von Bismarck für den Wahlkreis 10 bei der Bundestagswahl an, die voraussichtlich am 18. September sein wird. Rainer Wiegard, Finanzminister des Landes und einer der ersten Gratulanten, erklärte launig: "Wir machen es aber auch an jedem anderen Tag, wenn es sein soll."
In den letzten 7 Tagen schon 3 mal gelesen - zuletzt am 07.03.2010 um 05:51.
Weitere Politik-Meldungen aus Herzogtum Lauenburg
Die Rattles kommen zum ersten Möllner HafenspektakelMit Tanz und Theater gegen Jugendgewalt
Einmalig im Kreis: Wal im Wappen
Ähnliche Meldungen im Archiv suchen 
Nach Stichwörtern:
Wahlen
Bunestag
Aus dem gleichen Land (DEU)
Weitere Meldungen aus
Herzogtum Lauenburg
|
|||||||||||||||||||||||||||



