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vom 26.05.2008 00:00
vom 26.05.2008 00:00
Erdrutsch in Lübeck: Das Protokoll der Wahl
Das vorläufige Endergebnis der Wahl in Lübeck: Die CDU verliert, die SPD auch, die "Kleinen" werden größer. Grafik: ahe
17.30 Uhr: Lübeck - Bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein sind bis zum Nachmittag etwas weniger Menschen zur Wahl gegangen als 2003. Bis 14 Uhr gaben heute 29,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - vor fünf Jahren waren es 31,0 Prozent.
Damit habe sich der positive Trend vom Vormittag, als mehr Menschen als 2003 zur Wahlurne gingen, nicht fortgesetzt, sagte Hans-Jürgen Thiel von der Landeswahlzentrale. Dieses Jahr sind 2,33 Millionen Deutsche und EU-Bürger ab 16 Jahren zum Urnengang aufgerufen. 2003 hatte die Wahlbeteiligung mit 54,5 Prozent einen Tiefstand erreicht.
Zwischenergebnis der aktuellen Wahlbeteilung in Lübeck: Um 11 Uhr waren 12,1 Prozent der Lübecker wählen. Um 14 Uhr haben schon 26 Prozent ihre Stimme abgegeben, bis 17 Uhr gaben 40,1 Prozent der Lübecker ihre Stimme ab.
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Bilder aus Lübeck und Kiel gibt es hier
Zur offiziellen Ergebnisseite der Stadt mit den Ergebnisse aus Wahlkreisen und -bezirken geht es hier.
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17.37 Uhr: Lübeck - Die Schüler der Thomas-Mann-Schule haben sich ihre Computerterminals im Börsensaal des Rathauses aufgebaut. Sie stellen dieses Jahr eine Wahlprognose, die um 18 Uhr bekannt gegeben wird.
Schon den ganzen Tag sind 60 Schüler beschäftigt. Sie haben sich 17 Wahlbezirke ausgeguckt, die repräsentativ für alle Lübecker Bezirke stehen sollen. Dort haben sie Wähler nach ihrer Stimme gefragt. Mit diesen Ergebnissen haben sie ihre Prognose erstellt. Um 18 Uhr schwärmen die Jugendlichen wieder in genau diese Wahlbezirke aus und nehmen an der Auszählung der Stimmen teil. "Um 18.20 Uhr erwarten wir die erste Hochrechnung", erklärt Harald Denckmann, Lehrer und Leiter des Projekts.
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18.01: Dramatische Veränderungen in der Lübecker Bürgerschaft: Nach der ersten Wahlprognose der TMS-Schüler verliert die CDU über die Hälfte ihrer Wähler und landet bei 24 Prozent. Eckart Fick, Lehrer der TMS, gibt die 18 Uhr-Prognose: "Sie beruht auf einer Nachwahlbefragung, die wir in 17 von den Wahlbezirken durchgeführt haben, und 2000 gültigen Befragungen."
Das Ergebnis der Prognose:
CDU: 24,3 Prozent
SPD: 31 Prozent
FDP: 8,2 Prozent
Grüne:11,5 Prozent
Linke:11,5 Prozent
BfL: 10,5 Prozent
Bunt: 2,4 Prozent.
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18.04 Uhr: Applaus für die SPD im Börsensaal. "Das ist eine große Überraschung", sagte Eckart Fick, Lehrer der Thomas Mann Schule, die für die Wahlprognose zuständig ist. 31 Prozent würden für die Sozialdemokraten 16 Sitze in der Bürgerschaft bedeuten. Die CDU ist nach der Prognose mit 24,3 Prozent weit abgeschlagen. Auch die Anhänger der Linken jubeln über ihr Ergebnis von 11,5 Prozent.
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18.06 Uhr: Grüne: Angelika Birk: "Bei der Konkurrenz ist es ein tolles Ergebnis. Besonders schön ist, dass wir wieder eine breite linke Basis haben." Thorsten Fürter: " Es ist zwar schlechter als prognostiziert, aber bei dem Umfeld ist es schon ein gutes Ergebnis."
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18.07 Uhr: Bunt: Hildegund Stamm wäre momentan als einzige Bunt-Kanditatin in der Bürgerschaft. Sie wünscht sich einen zweiten Sitz. Sehr entäuscht ist sie über die geringe Wahlbeteiligung.
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18.08 Uhr: Bürgermeister Bernd Saxe: "Wir haben den heutigen Tag mit 500 Helfern gut gemeistert. Es gab eine niedrige Wahlbeteiligung, endgültig stellt sich das natürlich erst später hereus. Die Ergebnisse der Prognose der Thomas-Mann-Schule sind sicherlich wie auch in den letzen Jahren eine sehr exakte. Sie lag immer nah an den gültigen Wahlergebnissen. Es ist heute Abend nicht ausgeschlossen, dass es Überhangmandate geben wird, deshalb können wir nicht garantieren, dass wir heute Abend ein endgültiges Ergebnis liefern."
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18.18 Uhr: Das erwartete Desaster für die CDU fällt offenbar bei der Kommunalwahl in Lübeck noch deutlicher aus als vorhergesagt. Die bislang mit absoluter Mehrheit im Rathaus regierende Union stürzt nach der Prognose der Thomas-Mann-Schule um 25,7 Punkte gegenüber 2003 ab. Das ist noch mehr als in den Wahlumfragen prognostiziert wurde. Helga Lietzke, Ortsverbandsvorsitzende der CDU in Kücknitz: "Die schlechte Stimmung für uns war an den Infoständen zu spüren."
Die SPD wird mit klarem Abstand stärkste Fraktion, bleibt mit 31 Prozent aber unter den eigenen Erwartungen. "Ich bin erleichtert, dass wir klar stärkste Fraktion werden", sagte Spitzenkandidat Peter Reinhardt in einer ersten Stellungnahme. Reinhold Hiller, der voraussichtlich den künftigen Stadtpräsidenten stellen wird, erklärte: "Ich habe im Wahlkreis gespürt, dass wir stärkste Fraktion werden würden. Aber 31 Prozent sind für eine Volkspartei zu wenig."
Im brechend vollen Börsensaal des Rathauses brandete Applaus auf, als die Thomas-Mann-Schüler die Prognose verkündeten. Großer Jubel bei Grünen, Linken und Bürger für Lübeck. Die Grünen kommen auf das vorausgesagte, zweistellige Ergebnis. Die Linke hat gegenüber den Umfragen noch zugelegt, kommt laut Prognose auf 11,5 Prozent. Einen erheblichen Zuwachs gegenüber den Wahlumfragen verzeichnen die Bürger für Lübeck mit 10,6 Prozent. Die Umfragen sahen sie bei vier beziehungsweise 6,6 Prozent.
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18.24 Uhr Bürger für Lübeck: Astrid Stadthaus-Panissié hat Listenplatz zwei, zu der Prognose von 10,5 Prozent sagt sie: "Ich habe immer noch weiche Knie. Ich bin überwältigt." Volker Krause sagt: "Die zwei Monate haben sich gelohnt. Wen können wir noch einholen?" Darauf brüllt ein Mann im Saal: "Die CDU!"
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18.25 Uhr: Bernd Möller, Spitzenkandidat der Grünen: "Ich habe gejubelt, dass wir zugelegt haben. Sorgen macht mir allerdings die Wahlbeteiligung. Klar ist, dass im Schwarz-Gelben Lager und im schwarz-gelb-blauen Lager nichts geht. Wir werden wohl Gespräche mit BfL und SPD führen."
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18.27 Uhr: "Bisher sind erst 19 von 122 Wahlbezirken ausgezählt", sagt Hildegund Stamm, Spitzenkandidatin Bunt. Da der Bunt nicht in allen Bezirken angetreten ist, hält sie die Zahlen für noch nicht repräsentativ
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18.32 Uhr: Bisher sind 30 von 122 Wahlbezirken ausgezählt:
CDU: 24,1 Prozent
SPD: 35,4 Prozent
FDP: 7,6 Prozent
Grüne: 6,8 Prozent
Die Linke: 14,2 Prozent
BfL: 11,3 Prozent
Bunt: 0,8 Prozent
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18.40 Uhr: Hochrechnung der TMS von 18.35 Uhr: CDU 23,9, SPD 30,5, FDP 8,0, Grüne 11,0, Linke 13,2 , BfL 11,5, Bunt 1,4 , Einzelbewerber 0,5
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18.46 Uhr: Halbzeit - 66 von 122 Wahlbezirken in Lübeck sind ausgezählt:
CDU 25,2 Prozent
SPD 31,6 Prozent
FDP 8,1 Prozent
Grüne 9,0 Prozent
Linke 13,1 Prozent
BfL 11,4 Prozent
Bunt 1,4 Prozent
Andere Bewerber 0,1 Prozent
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18.47 Uhr: Die CDU ist schockiert. Es herrscht allgemeine Enttäuschung. Fraktionsvorsitzender Andreas Zander sagt: "Das ist sehr ärgerlich. Wir müssen das analysieren." "Ganz überwältigend", sagt Antje Jansen, Spitzenkandidatin der Linken: "Von null auf hundert und dann gleich zweistellig. Damit haben wir nicht gerechnet." Ragnar Lüttke: "Douze Points- das passt ja gut." Die Partei jubelt. Nach 85 ausgezählten Wahlbezirken ist sie drittstärkste Kraft.
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18.50 Uhr: TMS-Hochrechnung: CDU 24,1, SPD 30,5, FDP 8,2, Grüne 11,5, Linke 13,3, BfL 10,8, Bunt 1,5, Einzelbewerber 0,1
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19.08 Uhr: Wahlleiter und Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) berichtet von einer erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung von deutlich unter 50 Prozent. "Alle demokratischen Parteien müssen darüber nachdenken, wie sie den Trend umkehren." Das Ergebnis der heutigen Kommunalwahl bezeichnet er als überraschend und appelliert an die Parteien, zu einer verlässlichen Zusammenarbeit zu kommen. "Unberechenbar, unregierbar und unbezahlbar darf nicht das Motto sein", so Saxe.
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19.09 Uhr: Riesenjubel bei der SPD, die im Jacoby-Saal des Ratskellers feiert. "Die arrogante Politik der CDU mit ihrem niederträchtigen Wahlkampf hat eine Quittung bekommen", sagte Parteichef Wolfgang Baasch. Spitzenkandidat Peter Reinhardt kündigte an, ab morgen Gespräche mit allen Fraktionen zu führen, bestätigte aber erneut: "Eine enge Zusammenarbeit mit der Linken wird es nicht geben."
Die Stimmung bei der CDU ist niedergeschmettert. "Die Lübecker CDU ist eindeutig die Verliererin der Kommunalwahl", gibt Kreischef Frank Sauter unumwunden zu. Das sei eine herbe Niederlage. Sauter: "Es ist uns nicht gelungen, die eigenen Anhänger zu mobilisieren." Fraktionschef Andreas Zander: "Das Ergebnis ist sehr ärgerlich." Der finanzpolitischer Sprecher der CDU Henning Stabe: "Das ist eine Kathastrophe. Das schlechte Ergebnis können wir nicht auf andere Leute schieben." Und Roswitha Kaske sagte enttäuscht: "Noch schlimmer kann es nicht werden."
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19.12 Uhr: Große Überraschung im Wahlkreis 2, Innenstadt Ost. Die Grünen gewinnen mit 24,7 Prozent vor der SPD mit 24,0 Prozent. Überwältigende Stimmung, Spitzenkandidat Möller: " Wir hätten nie gedacht, dass wir gegen Jan Lindenau gewinnen." Kandidatin Monika Schädel ist gar nicht Anwesend. Bernd Möller versucht, sie auf dem Handy zu erreichen.
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19.20 Uhr: Endspurt bei der Auszählung, 117 von 122 Wahlbezirken sind ausgezählt: 25,3 CDU, 29,0 SPD, 8,3 FDP, 11,5 Grüne, 11,9 Linke, 11,4 BfL, 2,5 Bunt
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19.23 Uhr: Wahlkreis drei - Gunhild Duske, Grüne, gewinnt Wahlkreis mit 23,9 Prozent. Die SPD kommt auf 22,2, Die CDU auf 20,9 Prozent. Antje Jansen von der Linken telefoniert mit Parteikollegen in Kiel: "In Kiel sind wir auch zweistellig, mindestens 12 Prozent."
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19.24 Uhr: In Wahlkreis 20 erreicht FDP-Spitzenkandidat Thomas Schalis 7,2 Prozent, die SPD gewinnt mit 34,2 Prozent. Die CDU gewinnt aber auch noch einige Wahlkreise. Wahlbezirk vier gewinnt CDU-Kandidat Dirk Freitag mit 26,0 Prozent vor der SPD mit 22,8 Prozent. In Wahlkreis 19 gewinnt Dr. Burkhart Eymer mit 27,8 Prozent, BfL-Spitzenkandidat Raimund Mildner erreicht 17,9 Prozent. Wahlkreis 21 gewinnt die CDU mit 33 Prozent gegen SPD mit 25,4 Prozent.
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19.25 Uhr: Bunt - Hildegund Stamm und Ulrike Orywal sind beide sehr zufrieden mit ihren persönlichen Ergebnissen (Stamm 7,1 Prozent und Orywal 6,9). Orywal: "Das bestätigt die Theorie, dass man dort antreten sollte, wo man wohnt."
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19.30 Uhr: 120 von 122 Wahlkreisen sind ausgezählt.Die CDU verliert beim Vergleich zum Jahr 2003 24,6 Prozent, die SPD verliert 3,5 Prozent. Die Linke gewinnt 10 Prozent, die FDP 3,1 und die Grünen 2,3 Prozent.
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19.40 Uhr: Der vorletzte Wahlkreis 5, St. Jürgen, geht an die CDU: Bunt 6 Prozent, BfL 9,5 CDU 26,6, SPD 25, 6 FDP 9,3 Grüne 13,3 Linke 9,6
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19.47 Uhr: Der Landestrend: CDU und SPD haben Verluste erlitten, während Linke, Grüne und FDP hinzugewannen. Nach einer Schätzung der Landeswahlleiterin erhielt die CDU mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen etwa 40,1 Prozent der Stimmen (minus 10,7 Prozentpunkte). Die SPD mit ihrem Landesvorsitzenden Ralf Stegner kommt auf 25,7 Prozent (minus 3,6). Vor fünf Jahren hatte die CDU 50,8 Prozent erreicht und die SPD 29,3 Prozent. Die Grünen bekamen demnach 9,6 (plus 1,2), die FDP 8,3 (plus 2,6). Die Linke kam auf 7,3 Prozent. Die Schätzung stützt sich auf die Ergebnisse von 70 der 2755 Wahlbezirke. (dpa)
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19.51 Uhr: 121 von 122 Wahlbezirken ausgezählt: 25,5 CDU, 28,8 SPD, 8,4 FDP, 11,5 Grüne, 11,7 Linke, 11,3 BfL, 2,6 Bunt, Andere 0,1
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20.05 Uhr: Grüne Gunhild Duske (Wahlbezirk 3): "Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet. Ich muss mich erst einmal sortieren und den Familienrat fragen." Die Grünen hatten noch nie ein Direktmandat. Jetzt haben sie gleich zwei.
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20.10 Uhr: Der letzte Wahlkreis 18: Henri Abler errang für die SPD 25,3 Prozent, CDU 23,8, FDP 10,9, Grüne 14,8 Linke 10,4 BfL 9,8 Bunt 5,1. Das Endergebnis steht fest: "Tolle Leistung", sagt Wahlleiter Saxe. Sortiert nach Ergebnis: SPD 28,8 Prozent, CDU 25,5 Prozent, Linke 11,7 Prozent Grüne 11,5 Prozent, BfL 11,3 Prozent, FDP 8,4, Prozent, Zentrum 0,0 Prozent, Bunt 2,7 Prozent, Einzelbewerber 0,1 Prozent. Saxe: "Sechs Fraktionen und einen fraktionslosen Abgeordneten, eine so große Bürgerschaft hat es nie gegeben. Wir werden eine Reihe von Überhangmandaten haben, nämlich neun. Wir werden 58 Sitze in der Bürgerschaft haben." Die Sitzverteilung: SPD 18, CDU 15, Linke 7, Grüne 6, BfL 6 FDP 5 Bunt 1
Wahlbeteiligung: 41,4 Prozent.
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20.15 Uhr: Grüne Reaktion auf das Endergebnis - Bernd Möller: "Die schlechte Wahlbeteilung wurmt mich mehr als das schlechtere Abschneiden gegenüber den Linken. Insgesamt ein positives Ergebnis. Zwei Direktmandate sind einfach toll. Wir werden jetzt versuchen mit BfL zu verhandeln. Mit BfL und SPD hätten wir 30 Mandate."
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20.30 Uhr: "Wir freuen uns über unseren Einstieg in die Lübecker Politik. Wahlkampf war eine ganz interessante Erfahrung. Jetzt haben wir fünf Jahre die Gelegenheit, Positionen kennenzulernen, zu wachsen und eigenständig zu werden", sagte Hildegund Stamm (Bunt).
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20.32 Uhr: Die SPD, seit heute Abend stärkste Fraktion in der neuen Bürgerschaft, verteilt bereits erste Posten. Überraschend verkündete Spitzenkandidat Peter Reinhardt, dass der frühere Ministerpräsident Björn Engholm (SPD) neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) werden soll. Engholm sei ein anerkannter Politiker und zugleich ein ausgewiesener Kenner des Ostseeraumes, erklärte Reinhardt. Bislang leitete Ekkehart Eymer (CDU) den Aufsichtsrat der Hafen-Gesellschaft.
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20.43 Uhr: Der Börsen-Saal leert sich. Die Computer werden abgebaut. Die Parteien ziehen sich zurück, um die jeweiligen Ergebnisse zu besprechen. Der Börsensaal-Statistiker Gerhard Bender zieht Bilanz: "Abgesehen davon, dass wir hin und wieder eine falsche Taste gedrückt haben, ist alles gut gegangen. Nächsten Freitag wird das Ergebnis im Wahlausschuss bekannt gegeben."
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21.07 Uhr: Freude bei der Links-Partei. Bei der Wahlparty der Linken in der Hundestraße wird zur Feier des Tages kurz die "Internationale" angestimmt.
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23.08 Uhr: Das vorläufige Endergebnis der Kommunalwahl Schleswig-Holstein:
Stimmen 2008 -------- %2008 -------- (%2003) -------- (%Diff)
Berechtigt 2312469
Abgegeben - 1144489 ------ 49,5 --------- (54,5) --------- (- 5,0)
Gültig ---- 1117532
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CDU ------- 431530 ------- 38,6 --------- (50,8) --------- (-12,2)
SPD ------- 296764 ------- 26,6 --------- (29,3) --------- (- 2,7)
FDP ------- 100352 -------- 9,0 --------- ( 5,7) --------- (+ 3,3)
Grüne ----- 114906 ------- 10,3 --------- ( 8,4) --------- (+ 1,9)
SSW -------- 33798 -------- 3,0 --------- ( 2,5) --------- (+ 0,5)
NPD --------- 4717 -------- 0,4 --------- ( -,-) --------- ( -,-)
Die Linke -- 76653 -------- 6,9 --------- ( 0,2) --------- (+ 6,7)
Wählergr.--- 56820 -------- 5,1 --------- ( 2,6) --------- (+ 2,5)
In den letzten 7 Tagen schon 4 mal gelesen - zuletzt am 08.09.2010 um 04:49.
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