Loch im Rumpf: Fregatte "Lübeck" auf Sizilien repariert
Ganz schönes Loch: Die Fregatte wurde an ihrer empfindlichsten Stelle, dem Sonar-Dom, beschädigt. Das Ersatzteil kam per Flieger nach Sizilien. Foto: Sebastian Fuhrmann/Fregatte Lübeck
Der Sonar-Dom ist die Unterwasser-Nase am Bug des Schiffes - und gleichzeitig ihre Achillesferse. Damit die Sonar-Signale die Außenhaut der Nase durchdringen können, ist sie aus Kunststoff gefertigt und entsprechend empfindlich. Das Sonar dient zur Ortung von Unterwasser-Zielen.
Das Loch im Bug gefährdete zwar zu keiner Zeit Schiff und Besatzung, teilte die Marine in Glücksburg bei Flensburg mit, ließ jedoch nur noch eine Geschwindigkeit von acht Knoten (15 Kilometern pro Stunde) zu. Die „Lübeck“ steuerte das Dock von Augusta an, von Nordholz (Niedersachsen) wurden mit die benötigten Ersatzteile eingeflogen. Nach vier Tagen war die Fregatte wieder voll einsatzbereit.
Sie nimmt zurzeit gemeinsam mit der Fregatte „Sachsen“ und dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ an einer Ausbildungsfahrt für Offiziersanwärter der Deutschen Marine teil. Die jungen Männer und Frauen bekommen Einblicke in Nautik, Schiffstechnik und Operation und trainieren den Gefechtsdienst, zu dem die Bekämpfung von Wassereinbrüchen und Feuer an Bord gehören. Nach der Reparatur eilt die „Lübeck“ jetzt den anderen beiden Schiffen hinterher. Morgen sollen sie vor der afrikanischen Küste wieder zusammentreffen, von dort aus geht es über den Atlantik nach Salvador in Brasilien. sas
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