Virtueller Rundgang weckt Lust auf Rehna
Rehna - Die Stadt Rehna präsentiert sich auf ganz besondere Weise im weltweiten Netz. Sie lädt die Nutzer des Internets zu einem digitalen Spaziergang durch den Ort ein.Sandro Meyke und Michael Ohlrogge vom Vermessungsbüro Appolony stellten einen virtuellen Rundgang durch die Stadt Rehna vor, der in seiner Detailtreue und den eigenen interaktiven Möglichkeiten bundesweit Neuland bei vergleichbaren Programmen ist. Gekoppelt ist das Projekt mit einer ebenfalls virtuellen Rekonstruktion der Klosteranlage, wie sie wahrscheinlich um das Jahr 1550 herum ausgesehen hat.
Inhaltlich hatten hier Architektin Claudia Voss und Bodendenkmalpfleger Jens Parschau vom Landkreis Nordwestmecklenburg viele Puzzleteile zusammengefügt. „Ich muss dazu sagen, dass es sich hier um eine wissenschaftlich belegte Version handelt, wie die Anlage ausgesehen haben könnte. Es kann eine andere geben, wir haben uns teilweise auch an anderen Gebäuden aus dieser Zeit orientiert“, erklärte die Architektin. Und so finden sich für eine fast fotografische Auflösung Treppengiebel, Mauerwerke, Spitzbögen und Fenster wieder, die per Fotoapparat an der Vietlübber Kirche, im Bad Doberaner Münster oder Ratzeburger Dom oder im Kloster Lüneburg festgehalten und in die Rekonstruktion eingefügt wurden. Das Portal stammt gar aus Dänemark.
Die Grundlage für den Stadtrundgang in Rehna im Jahre 2009 bilden mehr als tausend Digitalbilder. Je nach den Wünschen des Benutzers kann er per Videosequenz festgelegten Touren folgen und an speziellen Infopunkten über einzelne Gebäude weitere Informationen lesen.
Spezialisten können darüber hinaus selbst aktiv durch die Straßen der Stadt laufen, Häuser aus ungewöhnlicher Perspektive betrachten, bestimmte Bereiche oder störende Bäume zur besseren Betrachtung ausschalten oder einfach mal nachmessen, wie lang das Lange Haus in Rehna nun wirklich ist. Hierfür müsste sich der Computerspezi allerdings ein extra Programm runterladen. Diese Datendichte ist sonst einfach zu hoch.
Die Mitglieder des Rehnaer Klostervereins sind begeistert. „Wir wussten gar nicht, dass der Ostflügel dreigeschossig gewesen ist und dass die Propstei als eigenständiges Gebäude mit einem repräsentativen Eingangsbereich dagestanden hat“, sagte Dorothea Schalk.
Die neuen Infos nimmt sie ab sofort gern in ihre Klosterführungen mit auf. Auch die Stadt freut sich über die neue Errungenschaft, mit der sie zur Bundesgartenschau Werbung für Rehna machen will. Ein Link über die Stadtseite soll demnächst jeden Benutzer zu diesem Rundgang führen. Möglich wurde die Erarbeitung dieses 3-D-Stadtmodells durch die Förderung über das europäische LEADER-Programm. Die Rekonstruktion der Klosteranlage wurde personell als Maßnahme von der ARGE gefördert.
In den letzten 7 Tagen schon 2 mal gelesen - zuletzt am 30.08.2010 um 15:33.
Weitere Meldungen, der Kategorie Vermischtes, aus Nordwestmecklenburg
Toter Seehund am Hundestrand angespültÄhnliche Meldungen im Archiv suchen 
Nach Stichwörtern:
Rehna
virtueller Rundgang
Aus dem gleichen Land (DEU)
Weitere Meldungen aus
Nordwestmecklenburg
