ln-online/lokales vom 26.04.2009 00:00
Auch Niendorf bekommt nun endlich seine Bar am Strand
Niendorf/Ostsee - In dieser Saison soll es aber wirklich klappen: Alle Genehmigungen liegen vor, Niendorfs erste Beachbar könnte an den Start gehen.Entspannen ja, laut feiern nein. „Ich will hier keinen Ballermann“, sagt Holger Krall und sein Blick schweift über den noch vollkommen leeren Strand. Schon bald soll hier am Freistrand hinter dem Niendorfer Hafen seine „Riff“-Bar eröffnen. Am liebsten schon zu Christi Himmelfahrt. Allerdings habe sich die Planung der Konstruktion etwas verzögert. Klar ist indes eines: Diese Saison wird die Beachbar in jedem Fall eröffnet. Eigentlich wäre der Unternehmer, der mittlerweile von Hamburg an die Ostsee gezogen ist, gerne schon im vergangenen Jahr an den Start gegangen. Als aber alle Genehmigungen vorlagen, sei die Saison fast schon wieder vorbei gewesen.
Etwa drei Meter breit und 1,50 Meter tief soll der überdachte Tresen mit Meerblick werden, große, schließbare Glasfenster drumherum bieten Schutz, wenn es mal etwas windig wird. Von dort geht es direkt auf eine Terrasse mit Sitzmöbeln im Loungecharakter, im Sand sollen außerdem Liegen zum Entspannen einladen. Insgesamt will er mit 50 bis 60 Sitzplätzen beginnen, sagt der Unternehmer. Getränke – darunter auch „einige wenige Cocktails“ – und kleine Snacks soll die Bar im Angebot haben.
„Ich möchte eine ruhige, nette, friedliche Atmosphäre schaffen für alle Altersgruppen“, betont Krall. Allerhöchstens eine unaufdringliche musikalische Untermalung soll es geben, „oder man könnte auch einfach nur mal den Wellen zuhören – das wird sich stimmungsmäßig ergeben“. Geöffnet sein soll von 10 bis 22 Uhr.
Dass es nicht leicht werden würde, für seine Strandbar-Idee die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten, dass habe er bereits von Beginn an vermutet, so Krall. Doch er stieß überall auf offene Ohren – liegt er mit seinem Konzept doch voll im Trend: „Die Leute wünschen sich, bei schönem Wetter draußen zu sitzen – und zwar in entspannter Atmosphäre und mit Blick aufs Meer“, sagt Timmendorfs Tourismus-Chef Christian Jaletzke – und wo geht das besser, als direkt auf dem Strand. Das sei auch der Grund, warum die Politik solche – naturverträglich geregelten – Vorhaben mittlerweile gerne unterstütze. „Wir setzen darauf, dass ein Mehr an attraktiven Angeboten auch ein Mehr an Publikum bringt“, so Jaletzke. Im benachbarten Scharbeutz habe man mit der dortigen Strandbar bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt.
Ebenso in Timmendorfer Strand selbst: Allerdings hatte das Maritim Seehotel erst gegen Ende der Saison vor seinen Türen die erste Beachbar der Gemeinde eröffnet. Direkt nach Ende des diesjährigen Beach Polo an der Seebrücke soll sie Anfang übernächster Woche auf dem Strand nun wieder für die Gäste da sein, sagt die stellvertretende Hoteldirektorin Manja Brandt. Mit einem überdachten Thekenbereich, einer Terrasse aus Holzbohlen, darauf ein Pavillon. Etwa 20 Sitzplätze wird die Lounge dort zu bieten haben, im Sand laden dann noch Strandkörbe und Liegen zum Verweilen ein. Das kulinarische Angebot: Getränke, Sandwiches, Salate und Eis. Wetterabhängig würden später Barbecues angeboten, auch für Veranstaltungen soll die Beachlounge genutzt werden. Geöffnet ist von 11 Uhr bis Sonnenuntergang, kündigt Manja Brandt an.
In den letzten 7 Tagen schon 4 mal gelesen - zuletzt am 09.03.2010 um 14:01.
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