ln-online/lokales vom 18.08.2009 00:00
Eulenspiegel-Festspiele waren ein voller Erfolg
Sind mit dem Festspielergebnis zufrieden (v. li.): Birgit Würdemann, Gabriel Reinking, Mario Schäfer und Wolfgang Engelnmann.
Die Reste des Konfettis liegen noch in den Ritzen des Kopfsteinpflasters. Zehn Mal hat Till Eulenspiegel die Zuschauer der ersten Reihe erschreckt, wenn er über ihren Köpfen einen Kübel mit Papierschnipseln ausgoss. Zehn Mal ging „Eule und Spiegel“ über die Bühne mitten auf dem historischen Marktplatz. Zehn Mal haben die Darsteller, Helfer und Verantwortlichen wegen des Wetters gezittert. Zehn Mal ist alles weitgehend glatt gegangen – und jetzt zieht die Gemeinnützige Festspielgesellschaft freudig eine positive Bilanz: Die Spiele sind ein voller Erfolg geworden.
Besonders strahlt Birgit Würdemann, die Geschäftsführerin der Festspielgesellschaft: Nach einer ersten Übersicht haben die etwa 6000 Zuschauer so viel Geld in die Festspielkasse gespült, dass es wohl kein Minus in der Gesamtbilanz geben wird. Das Wetter zeigte sich in diesem Jahr von seiner angenehmen Seite, ganz im Gegensatz zu den vergangenen Spielen 2006, die schwer unter dem Regen gelitten hatten. Dieses Mal musste nicht eine Vorstellung wegen Regens abgebrochen werden.
Die Freude ist groß bei Birgit Würdemann, Bürgermeister Wolfgang Engelmann, Till-Darsteller Mario Schäfer sowie Spielleiter Gabriel Reinking über die durchweg positiven Reaktionen auf das Stück und den technischen Ablauf. Engelmann schwärmt: „Vor allem die auswärtigen Gäste äußerten sich immer wieder beeindruckt über das Konzept, den ganzen Markt in das Spielgeschehen mit einzubeziehen. Das mag manchen Einheimischen gar nicht so bewusst sein.“
Sichtlich angetan von der Stimmung während der vergangenen zehn Tage gibt sich auch Möllns Stadt-Till und Hauptdarsteller der Festspiele, Mario Schäfer: „Dieses Zusammenspiel, vom Intendanten über die Technik- und Helfer-Crew bis hin zu den Kleindarstellern, war einfach ein tolles Erlebnis. Es zogen alle an einem Strang. Ich will mal auch Mitstreiter wie die Erstlingsdarsteller Peter Petzold oder Veronica Wassmann nennen. Gerade auch Leute wie sie haben sich mit ganzer Hingabe eingebracht.“
Sehr zufrieden ist Intendant Gabriel Reinking, vormals Wahl-Ratzeburger und nun erstmals der Macher der Möllner Eulenspiegel-Festspiele: „Mein Ziel war der Eindruck, ganz Mölln würde irgendwie mitspielen. Das ist wohl ziemlich gelungen“, sagt der Mann mit Festspielerfahrungen aus Verden an der Aller. Er stehe auch für weitere Festspielprojekte in Mölln zur Verfügung, „da ich ja nun auch in die Eulenspiegelgilde aufgenommen worden bin“, fügt er schmunzelnd hinzu.
Nun folgt die interne Manöverkritik. Zur offiziellen Berichterstattung vor den 15 Gesellschaftern im Oktober wird noch manches an Kritik und Anregungen zusammengetragen werden, sagt Birgit Würdemann. Auch die immer wieder kehrende Frage nach dem Aufführungsrhythmus – alle drei, zwei Jahre oder gar jährlich – dürfte erörtert werden. Wobei Bürgermeister Engelmann abwinkt: „Kürzer als alle drei Jahre wird nicht finanzierbar sein.“
In den letzten 7 Tagen schon 19 mal gelesen - zuletzt am 17.03.2010 um 17:00.
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