vom 31.08.2009 19:02
Lübecker Nachrichten: Welche zentralen Signale für die Bundestagswahl gehen von den Wahlen am Sonntag aus?
Lothar Probst: Die Wahlen waren stark regional geprägt.Die Frage ist, welcher Partei es am besten gelingt, den Ausgang der Wahlen in ihre Wahlkampfstrategie für die Bundestagswahl einzubauen.
LN: Was heißt es für die CDU?
Probst: Die euphorische Stimmung durch die optimistischen Umfrageergebnisse ist durch die Verluste für die CDU natürlich verhagelt.
LN: Muss Merkel jetzt ihren Wahlkampf umsteuern?
Probst: Der Wahlkampf der Union wird aggressiver werden. Die Aussicht auf rot- rot-grüne Landesregierungen liefert ihr das Futter, um der SPD zu unterstellen, sie strebe auch bei der Bundestagswahl eine Linkskoalition an.
LN: Kann das der SPD noch schaden?
Probst: Bei ihrer eigenen Wählerschaft eher nicht. Aber Union und FDP können damit ihre eigenen Anhänger mobilisieren – dort ist eine Linkskoalition immer noch ein Schreckgespenst.
LN: Womit wir bei den Ergebnissen der SPD sind.
Probst: Die SPD hat nicht entscheidend hinzugewonnen, aber sie hat die Chance, im Saarland und in Thüringen mit den Linken und den Grünen den Ministerpräsidenten zu stellen. Die Botschaft dieser Wahlen war eindeutig: Die SPD kann wenn, dann nur mit Hilfe der Linkspartei in Zukunft wieder regierungsfähig werden.
LN: Wagen Sie Schlussfolgerungen für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 27. September?
Probst: Auch in Kiel ist damit zur rechnen, dass die Linke in den Landtag einzieht. Dann könnte es dort ebenfalls zur Alternative Schwarz-Gelb gegen Rot-Rot-Grün kommen, zumal die CDU nach dem Desaster mit der HSH-Nordbank kaum ihre Wirtschaftskompetenz ausspielen kann.
Interview: Rüdiger Wenzel
Krakelius Kreckekeck schrieb am 31.08.2009 19:29:
Kuddelmuddel in S-H - Chaostage -
Links kommt rein, Piraten scheitern knapp, aber "Die Anderen" addieren sich zweistellig. Die Folge nur 3 oder gar 4 Parteien können eine Regierung bilden. Carstensen wird mit Schwarz-Gelb nicht Ministerpräsident. Und Herr Kubicki muß spagatieren. Spannende Chaostage, mal ganz anders, die Wähler außer Rand und Band im Kuddelmuddel
phoenix schrieb am 31.08.2009 19:46:
Die Einmischung der Kanzlerin in die Angelegenheiten des Vatikan und die öffentlichen Forderungen an den Papst haben viele in diesem Lande brüskiert. Zahlreiche Parteiaustritte waren die Folge. Es besteht hier nur ein mittelbarer
Zusammenhang, aber die Bewertung der Länderpolitik
litt dadurch. Leider
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