CDU-Wahlkampfleiter Daniel Günther konnte seine Enttäuschung über die jüngsten Zahlen der Forsa-Umfrage nicht ganz verbergen. „Es ist verdammt knapp“, sagte er zu den 47 Prozent, die CDU und FDP laut Forsa-Umfrage gemeinsam bei den Landtagswahlen am nächsten Sonntag holen. „Es muss in der letzten Woche noch ordentlich gekämpft werden, damit es für uns reicht“, machte er seiner Partei Mut. Noch aber sei nichts entschieden. „Wir werden weiter die sachliche Auseinandersetzung suchen, uns nicht von der SPD provozieren lassen.“ Im übrigen rechne er damit, dass die Schleswig-Holsteiner die SPD am Wahltag für die Attacken Stegners auf Carstensen abstraften. „Die Menschen im Land mögen es nicht, einen Ministerpräsidenten als ’feigen Sack’ zu bezeichnen.“ Das zeigten die Diskussionen an den Wahlständen.
Bei der SPD sorgten die Forsa-Zahlen für Hochstimmung. „Der konsequent inhaltliche Wahlkampf der SPD kommt bei den Menschen an“, kommentierte Landesgeschäftsführer Christian Kröning. „Die SPD und Ralf Stegner haben stark aufgeholt.“ Tatsächlich liegen SPD und Stegner in der Bewertung der Wähler weiter hinter den Christdemokraten, allerdings schmilzt der Abstand deutlich. Lässt man die Bürger die Arbeit der Spitzenkandidaten Carstensen und Stegner bewerten, liegt der CDU-Mann zwar vorn, fällt aber von +0.6 auf 0.0 zurück, Stegner verbessert seine (immer noch schlechte) Note von -1.2 auf -0.8. Auch auf die Frage nach der politischen Kompetenz ist die SPD den Christdemokraten jetzt hart auf den Fersen. Der Vorsprung der CDU ist auf drei Prozentpunkte geschmolzen. Junge Wähler (18 bis 29-Jährige) und Beamte glauben mehrheitlich, dass die Sozialdemokraten besser mit den Problemen des Landes fertig werden. Bemerkenswert: Fast jeder Zweite traut das keiner der beiden großen Parteien zu.
Grünen-Spitzenkandidaten Monika Heinold sagte denn auch: „Das Forsa-Ergebnis spiegelt wider, was wir an Wahlkampfständen hören: Frust über die Große Koalition, hohe Sympathie für uns.“ Und SSW-Kandidatin Anke Spoorendonk erklärte: „Was sich die CDU im Sommer vorgestellt hat, geht jetzt nicht auf. Sie hat es sich mit dem Bruch der Koalition zu einfach gemacht.“
Die Liberalen setzen angesichts der Umfragezahlen darauf, eine bürgerliche Koalition fürs Land zu retten. „Die Ausgangsposition der FDP ist so gut wie nie zuvor“, sagte Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki zu prognostizierten 16 Prozent für seine Partei. Nun müssten aus der Stimmung auch Stimmen gemacht werden. Eine „Chaos-Combo“ aus SPD, Linkspartei, Grünen und SSW, die ansonsten drohe, „will niemand im Land“.
Bei der Bundestagswahl schneiden die beiden großen Parteien laut Forsa übrigens besser ab. Die Schleswig-Holsteiner würden die CDU mit 35 Prozent ausstatten, die SPD käme auf 28 Prozent. Die Landtagswahl profitiert zudem davon, dass sie zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfindet. Drei Viertel aller Wahlberechtigten geben an, an die Urne gehen zu wollen.
Carstesennwatch schrieb am 20.09.2009 08:04:
Seine Schwäche ist die Nähe -
Was sind schon Milliarden, was ist schon Geld. Ich bin ja nicht weg, ich bin in der Nähe. Das ist mein Programm, kommt auf die Parteiveranstaltungen der CDU - tolle Musik ist unser Programm. Ich versorge Euch - ich besorge es Euch - ich bin gut drauf - unser Land ist schön - Schwarz sehen is beauty
Reinhard Tönse schrieb am 20.09.2009 11:28:
Ich hoffe auf rot-rot-grün SSW und Herrn Kubicki von den Gelben möchte ich ins Stammbuch schreiben, dass er sich nicht so primitiv zu seinen politischen Gegnern äußern soll, das gehört sich nicht.
Oder hat er schon eine leise Ahnung, dass
seine Wunschlösung durch das Wählervotum
nichts wird.
Wahlkampfteam HPC schrieb am 20.09.2009 13:03:
Heute in einer Stunde ist Carstensen im Wildpark Eekholt - Hirschbrunft - sehenswert - Harry setzt Euch Hörner auf. Geht hin und zur Wahl -
Kritiker schrieb am 20.09.2009 15:43:
Hr. Tönse,
wünschen Sie sich Rot-Rot-Grün und SSW Mit Radikalen sich verbindet wie die Linke sollte nicht unser schönes freies Land regieren dürfen. Das meine ich für SH und die Bundesrepublik insgeasmt.Denn geben Sie nur ein Land an wo das Experiment Sozialismus oder gar Kommunismus erfolgreich war.Bürger seit wachsam nicht unsere Ideale auf Spiel setzen.
Horst Liedke schrieb am 20.09.2009 19:37:
Herr Tönse. Das ist die Art von Herrn Kubicki, er kann nicht anders.
Aber dass die Zitate mit schöner Regelmäßigkeit so stark Verbreitung finden, liegt auch an Herrn Tönnemann. Besonders in seinen Beiträgen zu Herrn Stegner ist eine Häufung dieser Zitate erkennbarZu feige, Schmierenkomödie usw.. Das ärgert mich schon seit Jahren. Alles im Archiv LN-Online nach zulesen.
phoenix schrieb am 21.09.2009 21:29:
Die Gänse laufen überall barfuß, in der Politik erst recht.
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