Was von der Bundeswehr in Eutin mit der Einladung einer Schuklasse gut gemeint war, ist gründlich schiefgegangen. Leider! Die Ansätze der Verantwortlichen waren und sind nämlich gut: Dass sich das Militär der Bevölkerung stellt und Kasernentore öffnet, sind wichtige Schritte, keine Furcht vorm „Staat im Staate“ aufkommen zu lassen. Der Bevölkerung hautnah zu zeigen, wie Armee funktioniert und was Soldaten bei ihren lebensgefährlichen Einsätzen leisten, ist gerade jetzt, wo die Ablehnung der Afghanistan-Mission deutscher Truppen wächst, wichtiger denn je.
Da ist es umso fataler, wenn ein einzelner Vorfall dieses Engagement der Bundeswehr in ein schlechtes Licht zerrt. Man mag bereits darüber streiten, ob Kindern einer achten Schulklasse überhaupt ein Schießsimulator gezeigt werden muss. Ganz sicher sollte dieser dann aber nicht unreflektiert als überdimensionale Hightech-Spielekonsole angepriesen werden. Hier ist für die Zukunft mehr Sensibilität gefordert. Die Konsequenz dieses Vorfalls darf nämlich keinesfalls sein, sich hinter dem Kasernentor abzuschotten.
Joachim schrieb am 18.10.2009 16:14:
Auch wenn ich den Kommentar grundsätzlich befürworte, stelle ich mir die Frage, was denn nun gründlich schief gegangen ist. Was real gmacht wurde oder sich dagegen zu verwehren, was Dritte über das mediale Interesse nachträglich daraus gemacht haben.
BeWe schrieb am 18.10.2009 19:30:
Wenn einerseits Gewaltspiele gegen jede entwicklungspsychologischen Erkenntnisse immer mal wieder massiv als aggressionsaufbauend definiert werden, darf andererseits auch über die pädagogisch inkompetente Unsensibilität von Bundeswehrvertretern nachgedacht werden.
BeWe schrieb am 18.10.2009 19:52:
Wenn einerseits Gewaltspiele gegen jede entwicklungspsychologischen Erkenntnisse immer mal wieder massiv als aggressionsaufbauend definiert werden, darf andererseits auch über die pädagogisch inkompetente Unsensibilität von Bundeswehrvertretern nachgedacht werden.
BeWe schrieb am 18.10.2009 21:29:
Ich befürworte ausdrücklich das mediale Interesse an diesem Thema Es wurde aus dem Thema nichts gemacht, sondern berichtet und dazu gibt es hier einen red. Kommentar.
Jessica schrieb am 19.10.2009 21:07:
Ich weiß echt nicht worüber sich "alle" aufregen, wenn ich mich recht erinnere müssen die Eltern ihr Einverständnis gegeben haben für diesen Ausflug, also was stellen die sich denn vor, was in der Kaserne abläuft. In ca zwei Jahren müssen diese Schüler zur Musterung und wenn sie eingezogen werden wissen wir alle wohin sie kommen können, bezweifel das wir bis dahin in Pleasantville leben.
Ulrich Kaiser schrieb am 22.10.2009 07:23:
Unglaublich: In deutschen Kasernen wird doch tatsächlich das Schießen trainiert und ein Unteroffiziersdienstgrad mach sich auch noch einen Spaß daraus, das Ganze mit einem "Killerspiel" zu vergleichen.
Man kann sich förmlich vorstellen, wie sich Redakteure eines Provinzblattes in "Schläfrig-Holstein" angesichts des "Skandalpotenzials" eines solchen "Nicht-Ereignisses" die Finger lecken.
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