Zwischen der Landeshauptstadt Kiel und der Hansestadt Lübeck, die sich als nicht minder bedeutend begreift, hat es gefunkt. Vorbei scheinen die Zeiten, als sich beide Städte nicht grün waren (siehe unten). Die Zeichen stehen jetzt auf gute Nachbarschaft und Kooperation.
Das sind keine bloßen Worthülsen mehr. So wollen die Stadtwerke Kiel und Lübeck ein Bündnis gegen die Übermacht des Energieriesen E.on Hanse schmieden und eine enge Kooperation der Netzgesellschaften ihrer Stadtwerke ernsthaft prüfen. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die Kooperation sogar in eine Fusion münden könnte.
Die neue Qualität der Zusammenarbeit beider Städte sieht Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) auch als „Ausdruck der neuen Partnerschaft“. „Wir schauen uns an, wo eine Zusammenarbeit machbar und sinnvoll ist“, sagt Saxe mit Blick auf die Zukunft. Neben der Energieversorgung sind für ihn auch andere Felder kommunaler Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. Konkrete Projekte gebe es allerdings derzeit nicht.
Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) begrüßt die Netz-Initiative und macht „eine hohe Grundsympathie“ zwischen den beiden größten Städten des Landes aus. Auch bei den Verwaltungen sieht Albig große Potenziale einer möglichen Zusammenarbeit. „Ob die städtischen Mitarbeiter in Kiel oder Lübeck ihre Aufgaben erledigen, ist dem Bürger doch egal.“ Der Datenaustausch sei dank der neuen Technologien kein Problem mehr. „In einem kommunalen Arbeitsverbund ist vieles möglich. Dazu brauchen wir noch nicht einmal eine Gebietsreform“, zeigt sich der Kieler Oberbürgermeister überzeugt.
Die angestrebte Netzgesellschaft soll auch anderen Partnern offenstehen. Hintergrund ist die Neuvergabe von rund 1000 Wegerechten (Konzessionen) in Schleswig-Holstein für die Betreiber von Strom- und Gasnetzen in den Jahren 2011 und 2012. Gesellschaften, die von den Kommunen oder den Gebietskörperschaften den Zuschlag erhalten, zahlen eine Konzessionsabgabe und garantieren meistens über eine Laufzeit von 20 Jahren die Energieversorgung und den dazu notwendigen Service. In Schleswig-Holstein deckt die Netz-Tochter von E.on Hanse mit Sitz in Quickborn in der Fläche 80 Prozent des Landes ab. Die Hälfte der Bewohner Schleswig-Holsteins hängen am E.on-Hanse-Netz. Lübeck und Kiel könnten mit einer Netz-Kooperation einen Gegenpol bilden und nach Expertenschätzungen dadurch pro Jahr bis zu 14 Millionen Euro einsparen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Lübeck, Claus Möller, hält sogar eine Beteiligung Lübecks am Bau des neuen Kieler Kraftwerks für möglich.
Die Wirtschaftsachse Lübeck–Hamburg wird schon länger geschmiedet. Jetzt kommt die kommunale Achse Lübeck–Kiel hinzu. Da trifft es sich gut, dass sich nicht nur die Führungsspitzen in den Rathäusern näher gekommen sind, sondern sich zudem die Fahrzeit zwischen beiden Städten mit dem Auto durch die neue A 20 um eine gute Viertelstunde verkürzt hat.
Andrea Asylanti schrieb am 09.02.2010 09:18:
Jetzt wächst zusammen was zusammengehört -
Der lange Lulatsch aus Kiel, Junggeselle v. Boetticher, Fraktionsvorsitzer der CDU kann das Wort Nordstaat nicht hören - Nordelbien wäre ihm lieber. Ihn können wir nicht gebrauchen f. d. Projekt Nordstaat mit vielen notwendigen Trippelschritten. Der SSW spürt Garaus und ist auch nicht begeistert. Unser Bürgermeister will wiedergewählt werden? Gib Gas
Hagen von Tronje schrieb am 09.02.2010 10:21:
Wie war das mit den Krähen ?
Sollen wieder abgehalfterte SPD Politiker
in eine Netzgesellschaft verlegt werden ?
Dankwart/Bruder v.H.v.T schrieb am 09.02.2010 11:52:
Keine Angst vor SPD-Politikern in einer Netzgesellschaft - wird alles von Claus Möller SPD abgedeckt - er hat bereits 6 oder 7 AR-Posten. Man muß Verständnis für diesen Sammler haben. Die Sammlerleidenschaft reicht bis Lübeck - Stadtwerke
Gebhard schrieb am 09.02.2010 14:35:
@.Dankwart/Bruder v.H.v.T
Wiedermal äußerst scheinheilig - ohne gegen zu halten wieviele Aufsichtsratsposten FDP und CDU - Mitglieder haben.
gunnar kreuz schrieb am 09.02.2010 15:24:
@.zu:Hagen von Tronje
Wie viele abgehalfterte Krähen, wie z.B. Klaus Schlie hat denn die CDU in S-H vernetzt.
Sie trauern offensichtlich, wie die meisten CDU-S-H immer noch Ihrem -Ehrenwort Uwe Barschel - nach.
Der einzige anerkennenswerte Minister "Marnette" warf bei dieser kleingeistigen CDU - das Handtuch. Er war einfach zu intelligent für die S-H CDU u. Harry Carstensen
Bernd schrieb am 09.02.2010 19:12:
Hallo Stw.Kiel,hatte die Stw.Lübeck nicht in
2009 noch ein Jahresminus von 10 Millionen
Euro? Das Unternehmen steuerte nach zwei
Gewinneinbrüchen hintereinander auf die
Insolvenz zu. Aufsichtsratsvorsitzender
Claus Möller SPD fordert finanzielle Hilfe
von der Hansestadt.
Hagen von Tronje schrieb am 09.02.2010 21:42:
@ zu:gunnar kreuz.
Es ist mir zu dumm: Jetzt mit Ihnen über
Herrn Pfeiffers Gehalt und Herrn Engholms
Wahrheiten zu Posten
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