Der britische Pharmakonzern Glaxosmithkline (GSK) hat gestern eingeräumt, dass er die Abfüllung eines Substrats für den Baby-Vierfach-Impfstoff Priorix Tetra verlagert und so Verzögerungen in Kauf genommen hatte. Beim Sechsfach-Impfstoff Infanrix Hexa seien Lieferengpässe durch Verzögerungen in der Qualitätskontrolle entstanden. Der Vierfach-Impfstoff immunisiert gegen Mumps, Masern, Röteln und Windpocken. Der Sechsfach-Impfstoff wirkt gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Keuchhusten, HiB-Infektion und Hepatitis B. HiB (Haemophilus Influenza B) infiziert die Atemwege und kann auch auf die Hirnhäute übergreifen.
„Besonders gefährlich für Säuglinge sind HiB-Infektionen und Keuchhusten, die so schwere Komplikationen hervorrufen können, dass sie zum Tode führen“, sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Wolfram Hartmann, in Köln. „Wir können nicht akzeptieren, dass die Kinder-Sicherheit gefährdet wird, weil sich ein Pharmaunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen für die Produktion lukrativer Impfstoffe entscheidet.“ Bei einer stabilen Geburtenzahl von 670 000 bis 680 000 pro Jahr sei der Bedarf an Impfstoff ganz klar kalkulierbar. „Man weiß vorab genau, welche Menge nötig ist. Diese Mengen müssen über Lieferverträge gesichert sein. Die Impfstoffe sind mehrere Jahre haltbar und können auch mühelos eingelagert werden.“ GSK hatte die Kinderärzte erst im Januar auf die Lieferengpässe hingewiesen. Hartmanns Verbandskollege in Schleswig-Holstein ärgert sich über diese Informationspolitik. „Wir sind sauer, von GSK so kurzfristig über den Lieferengpass informiert worden zu sein“, erklärt Dehtleff Banthien. Mit den Kinderärzten hätte frühzeitig und vertrauensvoll gesprochen werden müssen. „Viele Kollegen im Norden sind jetzt verwirrt, sehen sich verunsicherten Eltern gegenüber.“ Hartmann glaubt: „Es wurde so kurzfristig informiert, um Hamsterkäufen vorzubeugen“.
Wichtig wird jetzt die Suche nach Alternativen: Ärzte forderten gestern, dass zwei und drei Monate alte Babys in jedem Fall gegen die wichtigsten Krankheitserreger geimpft werden müssten. Die weiteren Schutzimpfungen könnten zur Not verschoben werden, sagte die Expertin des Berufsverbandes Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Ursel Lindlbauer-Eisenach.
Das Paul-Ehrlich-Institut nannte gestern als Alternative einen Fünffach-Wirkstoff des Herstellers Sanofi Pasteur MSD, der mit einer einzelnen Hepatitis-B-Impfung kombiniert werden könne. Das bedeutet für den Säugling und seine Eltern allerdings eine erhebliche Prozedur. Auch der Ablauf in der Ärzte-Praxis wird durch die größere Zahl von Impfterminen deutlich schwieriger. Jeder Säugling erhält normalerweise im dritten, vierten und sechsten Lebensmonat die Sechser-Impfung – mit einem einzigen Piekser. Dazu kommt ab dem elften Monat üblicherweise eine Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Jetzt muss in jeweils zwei Schritten geimpft werden: Zuerst ein Fünffach-Impfstoff, in einem zweiten Termin der noch ausstehende Hepatitis-B-Schutz. Genauso bei dem Ersatz für die Vierfach-Impfung: Zunächst erfolgt die Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln und in einem zweiten Schritt gegen Windpocken. Dabei stellt sich die Frage, ob die Alternativ-Impfstoffe jetzt ganz schnell zur Mangelware werden.
Nach Auskunft einer GSK- Sprecherin wird der Vierfach- Impfstoff je nach Packungsgröße voraussichtlich bis Ende März wieder verfügbar sein. Der Sechsfach-Impfstoff soll angeblich schon kommende Woche wieder zur Verfügung stehen. Lieferverzögerungen aber dürften bis ins nächste Quartal andauern. ctö
jakob schrieb am 09.02.2010 09:15:
es ist ein verbrechen zu Impfen, und ein noch grösseres verbrechen kinder zu impfen und ihr
schreit hier öffentlich danach dieses verbrechen weiterhin zu vollziehen , wann werdet ihr eltern endlich wach.
Renate schrieb am 09.02.2010 10:58:
Hallo Jakob
Wie alt bist Du?Wenn Du 12 bist könnte ich Deine Äusserung ja noch verstehn,wenn nicht lebst Du in einer anderen Welt
phoenix schrieb am 09.02.2010 14:55:
@jakob. Schonmal Kleinkinder und Säuglinge mit Keuchhusten erlebt? Natürliche Auslese? Welche Sekte ist es denn? Das interessiert mich.
itzeblitz schrieb am 09.02.2010 17:39:
@ phoenix
das sind die Zeugen Jehovas. Keine Blutspende, nicht Trinken, nicht Rauchen und wenn du Kopfschmerzen hast - keine Tabletten nehmen, denn es ist nur der Heiligenschein, der drückt.
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