„Das ist ein Aberwitz“, sagte der Sprecher des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz, den LN. Beim Umzug müsse der Betroffene seinen zu großen Hausstand „verscherbeln, verschenken oder verschrotten“. Bekomme er in einem halben Jahr einen richtigen Job, könne er wieder in eine größere Wohnung umziehen und müsse sich wieder neu einrichten. Der Anspruch auf angemessenes Wohnen werde mit Füßen getreten, das Vorhaben leiste einer Gettoisierung Vorschub. Die Bundesregierung wolle wieder auf Kosten der Einkommensschwächsten sparen, so Ropertz.
Die Empfehlungen der Expertenkommission stoßen in Lübeck auf Abscheu und Empörung. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) forderte die Landesregierung Schleswig-Holstein auf, diese neuerliche Belastung der Städte und Gemeinden im Bundesrat abzulehnen.
Sozialsenator Sven Schindler (SPD) will „Hartz-IV-Empfänger nicht in Kaninchenställe umsiedeln, das ist menschenunwürdig.“ DGB-Regionsvorsitzende Melanie Meyer nennt den Vorschlag boshaft: „Das erinnert mich ans Mittelalter: Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen.“ Die Hansestadt gibt in diesem Jahr voraussichtlich 68 Millionen Euro für die Unterkunft von Hartz-IV-Empfängern aus. Zieht man den Bundeszuschuss ab, bleiben netto 52 Millionen Euro als Aufwand für Lübeck. 25 Quadratmeter kleine Wohnungen könnte die Hansestadt gar nicht anbieten, erklärt Hartmut Sörensen, Chef der städtischen Grundstücksgesellschaft „Trave“: „Das ist unzumutbar und unwürdig.“ Bei der Hartz-IV-Behörde „Arge Lübeck“ werden derzeit 9102 alleinstehende Bedürftige betreut.
Das Bundesarbeitsministerium hingegen verteidigte die Pläne. „In Ballungszentren könnte weniger Wohnraum angemessen sein, weil Niedrigverdiener sich dort auch weniger leisten können“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Laut Empfehlung einer Expertengruppe des Ministeriums sollen die Kommunen selbst entscheiden dürfen, welche Wohnungsgröße sie für Hartz-IV-Empfänger für angemessen halten.jeh/dor
Günter Wolter schrieb am 24.07.2010 02:12:
Das hat System Schon die Absicht, die Wohnverhältnisse von Geringverdienern als Vergleich heranziehen zu wollen, zeigt deutlich, die Menschen sollen
unwürdige Zustände als unabänderbar akzeptieren: zur um sich greifenden prekären Beschäftigung, Langzeitarbeitslosigkeit und Altersarmut kommt die Ghettoisierung in beengte Wohnungen. Das geht nicht gut.
Kurt.L schrieb am 24.07.2010 06:24:
Ich finde es sehr gerecht, wenn Hartz4 Bezieher in kleinere Wohnungen ziehen müssten. Ich arbeite jeden Tag sehr hart, und kann mir eine 45 qm Wohnung nicht leisten. Ich würde sagen, 20 qm wären auf jeden Fall ausreichend Außerdem könnten die komunen bei den Regelleistungen auch noch 30 streichen.
Grizly schrieb am 24.07.2010 07:46:
Wo sind wir hier eigentlich ? Bald ist es soweit das die Hartz 4 Empfänger auf die Grüne Wiese in Container Dörfern zusammengefast werden. Wieso wird immer an den Armen gespart die Leute die auf solche Ideen kommen sollte mann auch in 25 Quadratmetern einsperren
iltis schrieb am 24.07.2010 09:02:
Man sollte die "Experten" in Kaninchenställe stecken, aus pädagogischen Gründen. Bis sie begriffen haben, daß Hartz IV-Empfänger Menschen sind. Ganz im Gegensatz zu den "Experten".
Timm schrieb am 24.07.2010 10:11:
Als ich arbeitslos war, fand ich meine 31 qm-Wohnung als angemessen. Wenn ich kein Geld habe, dann kann ich keine größere Wohnung haben.
Wer eine größere Wohnung haben will, muß halt arbeiten.
Anna S. schrieb am 24.07.2010 10:22:
Habe gerade mal die Whg.Anzeigen auf LN-Online angeschaut. Die kleinste dort angebotene Wohnung hat 31qm. Wo sollen denn die vielen noch kleineren Wohnungen herkommen?
@ KurtL: Ich wünsche Ihnen, dass Sie niemals auf HartzIV angewiesen sein müssen.
Gunnar kreuz schrieb am 24.07.2010 10:43:
Da solche Wohnungen erst einmal in ausreichendem Umfang gebaut werden müßten, handelt es sich eher um eine versteckte Konjunkturmaßnahme f. d. Bauwirtschaft. Studenten u. andere Singels suchen bereits seit langem vergeblich solche Wohnungen. Und die wenigen, die es gibt, sind erstaunlich teuer
Das ist die Realität
michael schrieb am 24.07.2010 10:51:
Prima und noch ein teil.Dafür lassen sich unsere volksvertreter lach auch noch bezahlen,Diätenerhöhung.Auch von etwas was nicht da ist.Oder ist deutschland etwar im plus beim geld, also schamlos von den schulden.Oder Gerhard Schröder, der verzichtet doch auf keinen euro aus deutschland, verdient ja nicht genug ua. bei seinem freund putin.Dabei hat er hartz 4 hinterlassen, ganz toll gedanken machen
Zyniker schrieb am 24.07.2010 11:22:
zu meinen Hartz4-Zeiten hatte ich eine 45 qum wohnung 1 Zimmer, Bad, Küche.
Hatte mich da sehr wohl dring gefühlt. Aber 25 qm sind zu wenig. Wie wärs denn mal zu verbieten, dass mit Wohnraum spekuliert werden darf so wie das verschiedene Unternehmen tun. Wenn man bei NTV mal hinsieht, weiß man welche Wohungsunternehmen an der Börse sind.
DeltaEcho schrieb am 24.07.2010 11:22:
Wenn ich die neuen Pläne der Bundesregierung zur weiteren Diskriminierung sozial schwacher Menschen lese, kommt in mir tiefes Bedauern darüber auf, daß es in diesem Land keinen funktionierenden Widerstand gegen das Regime MerkelCo. gibt.
Bürger schrieb am 24.07.2010 11:52:
Ich arbeite Eine Bitte an alle Arbeitgeber: lasst mich soviel Geld verdienen, dass ich mir eine deutlich größere Wohnung leisten kann als Hartz 4 Empfänger. Außerdem sollte sich das Arbeiten auch wieder bezahlt machen Denn im Moment würde ich mit Hartz 4 besser dastehen als momentan mit Job? Zigaretten haben vor 8 Jahren 5 Dm gekostet, heute 5 . Mein Gehalt hat sich in den Jahren um 2,6 e
Easy schrieb am 24.07.2010 11:55:
Man kann froh sein das man arbeit hatum seinen lebensstandart finanzieren zu können. in der heutigen zeit werden eher millionen für andere länder gespendet, als die eigenen löcher zu stopfen. wer hier von gerechtigkeit schreib, sollte ganz schnell selbst reinrutschen , damit auch er sieht wie es sein kann.
schnuggi0404 schrieb am 24.07.2010 12:01:
Also, es ist ja echt nicht zu fassen, nun sollen die Hartz 4 Empfänger in beengte Wohnungen umziehen?Man soll dabei die Menschen nicht vergessen, die unverschuldet in die Lage geraten sind und vielleicht bald wieder Arbeit finden und arbeiten möchten.Diese müssten sich dann ihren gesamten Hausstand der nicht in die "vorgeschriebenen" "Käfige" gepasst hat ,neu anschaffen.Wo leben wir denn?
itzeblitz schrieb am 24.07.2010 12:03:
Ich kenne viele Hartz-IV-Empfänger, die sich morgens einen Spaß draus machen, die Leute anzupöbeln, die um 06:00 Uhr auf die Arbeit gehen. Nach dem Motto: Wieso gehst du malochen, ich lebe auch so ganz gut. Alleinstehende auf 25m ist ausreichend. Studenten haben auch nicht mehr Platz zur Verfügung.
Genervte Bürgerin schrieb am 24.07.2010 13:19:
Wow Was ist denn das für ein totaler Blödsinn??Aber über Sozialtickets für das Busfahren nachdenken? DAS halte ich für BlödsinnLiebe Politiker, macht eine Lehre in Eurem Job, v.a.zum Thema"Soziale Kompetenz".Das ganze System hier stinkt zum HimmelDa muss ich mich übergebenBoahWiderlichDiskriminierend
ach ja:ich arbeite und verdiene sehr wenigSteuersystem ändern
Sonni schrieb am 24.07.2010 13:25:
Spielen wir das kleine Wohnungen weiter,wie groß soll dann W. sein für Familie 5 P.?
Bis jetzt gibt es Wohnberechtigungsscheine, die je weitere Person 15 qm mehr zubilligen.
wird das dann auch eingekürzt?
Das sind 85 qm gesetzlich zustehender Platz zum Leben .
lupus schrieb am 24.07.2010 13:38:
An itzeblitz und andere Hartz IV Hasser.
Ich kenne auch Hartz IV Empfänger. Nach 40 Jahren Arbeit 2 Jahre Arbeitslosengeld, dann Erspartes verbrauchen müssen und jetzt Hartz IV.
Sie haben schon mehere Kommentare gegen Hartz IV Empfänger geschrieben die Menschenverachtend waren und sind. Auch Sie können Heutzutage schnell in diese Situation kommen. Vor Hartz IV ist keiner sicher.
itzeblitz schrieb am 24.07.2010 15:09:
@lupus
Hat nicht mit Menschenverachtung zu tun. Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder Arbeit kriegen kann. Notfalls muss man umziehen. Krankheit oder Behinderung selbstverständlich ausgenommen.
iltis schrieb am 24.07.2010 15:46:
Unten lesen: "Aufschwung - Deutsche Wirtschaft in Partylaune."
Das ist doch ein Lichtblick??
Aber nicht für Arbeitssuchende oder Hartz IVler.
Vollbeschäftigung, für jeden ein regulärer Arbeitsplatz??? Träumt weiter Aber trampelt nicht auf denen ganz unten rum.
Schwarze Schafe gibts immer und überall, vor allem in "der Wirtschaft" Banken, Broker, Abzockerfirmen, Steuerhinterzieher...
Anna S. schrieb am 24.07.2010 17:08:
@itzeblitz: das mit dem Umziehen ist auch so eine Sache. Ein Bekannter von mir ist jetzt schon drei Mal auf Anraten der jeweiligen ARGE umgezogen, weil in der anderen Stadt angebl. bessere Chancen bestünden. Und was ist? Nichts,außer dass er jedes Mal seinen Bekanntenkreis verlassen muss. Ich kann dieses "jeder kann Arbeit finden" einfach nicht mehr hören. Es stimmt nämlich nicht.
Manfred schrieb am 24.07.2010 17:23:
Was ist daran menschenunwürdig, wenn ein 40- oder 50-jähriger in einer Studentenbude wohnen soll ? Ich, berufstätig, männlich, 45 J.,geschieden, ein Kind, MUSS es auch. Als ich meinen gutbezahlten Job verlor, fand ich nur eine Stelle bei einer Zeitarbeitsfirma für 7,50 /Std. Arbeite 40 Std /Woche. Wohne auf 25 qm, fahre 10 Jahre alten Golf und zahle Unterhalt. Größere Wohnung geht finanziell nicht
Black Dragon schrieb am 24.07.2010 18:24:
Irgendwann wohnen wir in selbst zusammen gezimmerten blechdosenEcht scheiß politiker steckt euch mal nicht immer mehr geld in die tasche sonder geb es denn die es nötig haben
Aber bitter erst wir deutschen dann der rest der welt.
Deutschland du kotzt mich an
Student schrieb am 24.07.2010 19:40:
Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht in Luxus wohnen können. Dass da jeder von sozialer Ungerechtigkeit spricht...
Das Geld für Sozialleistungen sollte auf ein Minimum begrenzt werden, damit die Leute erst einmal merken, dass sie das große Übel sind. Hier wird immer nur gefordert, sich aber selbst einmal den "Arsch" aufzureißen, dafür sind sich gerade die meisten Hrtz IV Empfänger zu schade
Tippgeber schrieb am 25.07.2010 14:04:
@ Mensch Manfred , du musst cleverer sein. Zieh in eine doppelt so große Wohnung, und kauf dir ein nagelneues Auto auf Ratenzahlung. Dann kann man dir keinen Unterhalt pfänden. "Schöne Grüße an deine Ex-Frau". Und dann holst du dir obendrein noch Wohngeld vom Amt. Was glaubst du, wieviele Hartz-4-ler den Staat auf diese Weise austricksen.
Helmut Josef Weber schrieb am 28.07.2010 12:25:
Vieleicht geht es ja noch kleiner.
In einheitlicher gestreifter Kleidung auf Holzbänken in unbeheizten Sammelunterkünften.
Und zur Sicherheit, dass niemand seinen Schlafplatz weggenommen werden kann, Stacheldraht, Scheinwerfer und Wachdienst.
Viele Grüße
H J. Weber

