Trotz der privaten Sorgen von Bundestrainer Uwe Krupp um seine krebskranke Frau hält der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) eine Vertragsverlängerung weiter für möglich.
«Uwe ist wieder 100-prozentig bei seiner Aufgabe. Wir werden nach der WM Gespräche führen, wie es seit langem geplant war. Egal, wie es läuft», sagte DEB-Sportdirektor Franz Reindl der Nachrichtenagentur dpa. Krupps Vertrag läuft nach der Heim-Weltmeisterschaft im Mai aus. Wegen der Erkrankung seiner Frau habe er vor einigen Wochen über einen sofortigen Rücktritt nachgedacht, hatte der Coach in dieser Woche bekannt.
Inzwischen könne er sich jedoch wieder auf die WM-Vorbereitung konzentrieren. «Das mache ich in der Mannschaft nicht zum Thema. Meine Arbeit läuft ganz normal», erklärte Krupp dem «Express». Bei seiner Frau Valerie war vor einem Monat die Erkrankung festgestellt worden. «Eine sehr dramatische Angelegenheit», sagte der 44-Jährige dem WDR-Hörfunk. Seine Frau habe jedoch darauf bestanden, dass er gegen seine ursprüngliche Absicht im Amt bleibe.
Der Bundestrainer habe in dieser Phase die volle Rückendeckung des Verbands gehabt, versicherte Reindl. Inzwischen schreite die Genesung von Krupps Frau voran. «Es sieht alles schon nicht mehr so schlimm aus», beteuerte der Sportdirektor. Demnach könnte Krupp auch nach der WM zur Verfügung stehen. Zuletzt waren der frühere Schweizer Nationalcoach Ralph Krueger und Ex-Bundestrainer Hans Zach als mögliche Nachfolger gehandelt worden.
Krupp ist seit 2005 Bundestrainer. Nach anfänglichen Erfolgen musste der ehemalige Weltklasse-Verteidiger wegen des WM-Debakels im Vorjahr sowie der Pleitenserie bei Olympia in Vancouver Kritik einstecken. Die Heim-WM beginnt für das deutsche Team am 7. Mai mit dem Eröffnungsspiel gegen die USA in Gelsenkirchen.
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