Der weltweite Musikmarkt ist weiter auf Talfahrt, es gibt aber auch einige Lichtblicke. Der Umsatz mit Tonträgern schrumpfte im vergangenen Jahr um rund sieben Prozent auf 17 Milliarden Dollar (12,7 Mrd Euro).
Der Großteil geht dabei auf das Konto der wichtigsten Märkte USA und Japan, teilte der Weltverband der Phonoindustrie IFPI in London mit. Das meistverkaufte Album war das Debüt der schottischen Hobbysängerin Susan Boyle, «I Dreamed A Dream». Es ging letztes Jahr weltweit 8,3 Millionen Mal über die Ladentische.
Boyle folgten die Black Eyed Peas und Michael Jackson. In Deutschland landete Peter Fox mit «Stadtaffe» auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Michael Jackson und Silbermond.
Während der Verkauf von CDs und anderen sogenannten physischen Tonträgern international um 12,7 Prozent einbrach, wuchs der Umsatz digitaler Musik um 9,2 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar.
Musikpiraterie, also das illegale Herunterladen von Liedern und Alben im Internet, setzt der Branche seit Jahren zu und hat die Umsätze schmelzen lassen. Jedoch ist vielleicht bald Licht am Ende des Tunnels zu sehen: In 13 Ländern sei der Musikmarkt wieder gewachsen, darunter in Australien, Brasilien, Südkorea, Schweden und Großbritannien, sagte Verbandspräsident John Kennedy. In Deutschland sanken die Gesamtumsätze jedoch noch um drei Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
«Es ist zweifelsfrei, dass das Wachstum für die Musikbranche wieder in Reichweite ist», sagte Kennedy. Dies hänge allerdings davon ab, wie schnell Regierungen gegen Piraterie vorgingen.
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