Die siebte Auflage des Kultursommers am Kanal steht bevor. Motto: Geesthacht persönlich. Deshalb soll der erste Teil der Eröffnung am 16. Juni in ganz privater Atmosphäre zu Hause bei Geesthachter Bürgern sein. Der Veranstalter, die Stiftung Herzogtum Lauenburg, sucht nun zwanzig Familie, die ihr Wohnzimmer, ihre Wohnküche oder ihren Garten für Kunstdarstellungen öffnen.
„Wir haben die größte Stadt für die Eröffnung ausgesucht, um die Vielfältigkeit der Elbestadt zu präsentieren. Die Veranstaltungen des Kultursommers werden aber wie gewohnt im gesamten Kreis stattfinden. Im vergangenen Jahr gab es rund 20 000 Besucher“, sagte Stiftungspräsident Klaus Schlie. Er stellte zusammen mit Vizepräsident Wolfgang Engelmann (Mölln) und dem Leiter des Kultursommers, Frank Düwel, die Pläne vor. „Schön, dass der Kultursommer etwas an die Elbe rückt“, freute sich Bürgermeister Dr. Volker Manow.
Gestenreich wie üblich machte Düwel für das erfolgreiche Projekt Werbung. „Wir wollen die Eröffnung mit Gastgebern und Künstlern feiern. Wer Lust hat, sechs bis 16 Künstler in seinem Haus zu empfangen, melde sich bei uns. Wir suchen aber auch Künstler oder Gruppen, mit deren Kunst der persönliche Kontakt zu Geesthacht lebendig wird.“ Zum Abschluss des Kultursommers sollen Filme und Fotos gezeigt werden. Hierfür werden Partner mit Video- und Fotografiekenntnissen gesucht.“
Die Eröffnungsveranstaltung am 16. Juni hat noch einen zweiten Teil. Nach den individuellen Aufführungen in den einzelnen Haushalten treffen sich alle Beteiligten ab 20 Uhr im Kleinen Theater Schillerstraße. Hier soll mit Musik, Theater, Tanz und Kunst gefeiert werden. „So werden die lebendige Vielfalt und die verbindende Kraft der Kunst erlebbar“, sagt Düwel.
Der Kanal bleibe das „verbindende poetische Band“, aber langfristig solle darüber nachgedacht werden, dem Projekt einen neuen Namen zu geben. Im vergangenen Jahr haben 80 Veranstalter mitgemacht, weitere Kooperationspartner haben sich angemeldet, natürlich liegen nicht alle am Elbe-Lübeck-Kanal. „Wir wollen das Projekt auch über die Kreisgrenzen hinaus bekannt machen und noch mehr Menschen mitnehmen“, sagte Schlie. „Die Marke soll bleiben, der Kundenstamm vergrößert werden“, ergänzte Engelmann. Der Kultursommer am Kanal habe eine besondere Prägung hinterlassen.
Folgende Termine stehen schon: Kanu-Wander-Theater (22. Juni). Die Zuschauer reisen in Zehner-Kanus und begegnen auf ihrem Weg Gauklern und Vagabunden. Hierfür werden Theatergruppen, Chöre, Tanzgruppen gesucht. Die Jugendprojekte „Du machst mit“ und „Beat ’n’ Dance“ benötigen junge Kreative, die ihre Kunst zeigen wollen: Malerei, Graffiti, Grafik, Lyrik, Videoarbeiten (Vernissage ist am 24. Juni in Mölln). Wer mit Rock, Balladen, Breakdance und anderen Musikrichtungen oder Tanzacts dabei sein will, melde sich unter kultursommer@norden-theater.de oder auf Facebook (KUSO2012). Die Aufführung ist am 23. Juni in Schwarzenbek. Bis Mitte März müssen die meisten Termine stehen. Dann ist Redaktionsschluss für den „Reisebegleiter“, den Flyer des Kultursommers.
Wer beim Kultursommer dabei sein möchte, meldet sich unter der Email-Adresse info@rzkultur.de oder per Telefon: 0 45 42/8 70 61.
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