Mit ihrem alle zwei Jahre verliehenen Förderpreis haben die Mitglieder des Rotary Clubs Ratzeburg-Alte Salzstraße Eva-Maria Goldt-Klimkeit aus Berkenthin ausgezeichnet. Die langjährige Vorsitzende der Polio-Selbsthilfegruppe Lübeck-Südholstein wurde für die konsequente Aufklärung über die „vergessene“ Krankheit der Kinderlähmung und die Betreuung der Mitglieder der Selbsthilfegruppe ausgezeichnet.
Wie der Jury-Vorsitzende Michael Stark in seiner Laudatio hervorhob, erfülle die Preisträgerin in besonderer Weise die Kriterien für den Preis: Er soll diejenigen in ihrer Arbeit bestätigen, die trotz eigenen Handicaps die Kraft aufbringen, für andere einzutreten. Goldt Klimkeit (61) war im Alter von zwei Jahren an Kinderlähmung erkrankt und hatte in ihrer Jugend viele Einschränkungen durchzustehen. Im Alter von 47 Jahren musste die Erzieherin ihren Beruf aufgeben, als das so genannte Post-Polio-Syndrom die körperliche Belastungsfähigkeit stark verminderte. Daraufhin gründete sie die Polio-Selbsthilfegruppe, die mit vier Mitgliedern begann und heute 85 Mitglieder aus ganz Südholstein betreut.
2009 gründete Goldt-Klimkeit eine zweite Selbsthilfegruppe für den Kreis Herzogtum Lauenburg. Menschen mit Handicap werde man nicht gerecht, wenn die Begegnung ausschließlich von Mitleid geprägt sei, betonte Stark. Deshalb wollen die Rotarier mit ihrer Auszeichnung der „Mitleidsfalle“ das Fordern und Fördern gegenüberstellen. Seit über 20 Jahren bemühen sich die Rotary Clubs in aller Welt darum, alle Kinder vor der Kinderlähmung zu schützen.
Kommentare powered by Disqus. Unsere Nutzungsbedingungen.




