Und weil die frankophile Neigung des Oberstudiendirektors bekannt ist, trugen Orchester und Chor Stücke französischer Komponisten vor.
Seliger ist immer gern und weit gereist, und das will er auch im „Unruhestand“ beibehalten. Die Entlassungsurkunde überreichte Monika Obieray, Staatssekretärin im Bildungsministerium. Zuvor hatte sie noch einmal Stationen im beruflichen Leben Seligers aufgezeigt. 1984 hatte er mit dem Thema „Sturmflutgeschehen an der deutschen Nordseeküste“ promoviert, zuvor das Abitur in Neumünster gemacht und in Kiel und Frankreich studiert. Sechseinhalb Jahre war er Lehrer für Französisch und Geografie in Neumünster, dann zog es ihn nach Westafrika, um Entwicklungshilfe zu leisten, das deutsche Schulwesen und die deutsche Sprache zu verbreiten. Das erste schriftliche Abitur der Schüler in Burkina Faso sei „ein Desaster“ gewesen, hatte Seliger damals an das Bundesverwaltungsamt in Köln geschrieben. Dennoch war Seliger acht Jahre geblieben, bevor er 1995 ans Trittauer Gymnasium ging und 2000 die Leitung des Schwarzenbeker Gymnasiums übernahm.
Bürgermeister Frank Ruppert gab zu, etwas neidisch auf die Abenteuer in Afrika zu sein, dankte dem Schulleiter für die reibungslose Abwicklung des Schulumzugs und die Tätigkeit als Dolmetscher für Französisch bei Verbrüderungstreffen. Frank Schwertfeger, der das Gymnasium nun kommissarisch leiten wird (die bisherigen Bewerber für die Stelle fanden keine Zustimmung seitens der Lehrer und Eltern im Schulleiterwahlausschuss), zählte in seiner kurzweiligen Rede „Schwarzenbeker Spezialitäten“ auf: Sachsenwald, Sachsenwald, Sachsenwald. Unter der Regie Seligers entstanden die Offene Ganztagsschule, die Erweiterung der Unterrichtsstunde von 45 auf 60 Minuten und die Einführung von G8. Natürlich habe es auch Reibungen gegeben. „Ein Schulleiter kann kochen, wie er will. Es wird nie allen schmecken“, sage Schwertfeger.
Zwei Mal 40-jähriges Jubiläum wurde gestern an der Albinus-Gemeinschaftsschule Lauenburg gefeiert: Rektor Heinz Hoffmann und Konrektor Hartwig Bindzus blicken auf eine lange Schulzeit zurück. Hoffmann, 1951 in Soest/Westfalen geboren, machte an der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg Abitur, studierte an der PH in Flensburg und kam 1977 an die Realschule Mölln. Seine Fächer waren Deutsch, Geschichte, Wirtschaft/Politik, Informatik. 1989 wurde er dort zum stellvertretenden Schulleiter ernannt, 2003 wurde er Schulleiter in Lauenburg. Er lebt mit seiner Frau in Breitenfelde.
Konrektor Hartwig Bindzus ist seit 1980 im Kollegium der Albinus-Gemeinschaftsschule (damals noch Realschule). Er machte 1971 am Gymnasium in Otterndorf Abitur, studierte an der PH und an der Kieler Uni. Seine Unterrichtstätigkeit begann 1977 in Trittau, dann folgte die Realschule in Wellingdorf/Kiel. In Lauenburg ist er seit 1987 Schulsportbeauftragter des Kreises. 1999 wurde er Konrektor. In der Albinus-Gemeinschaftsschule arbeitet er als Koordinator für die Oberstufe. Bindzus ist verheiratet, hat zwei Kinder undlebt in Lauenburg.
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