Wohnung brannte – Hydrant eingefroren
Löschangriff vom Garten aus über die Terrasse: Ein heftiger Wohnungsbrand sorgte in Geesthacht für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Die Bewohner konnten sich in Sicherheit bringen, verletzt wurde niemand.
Foto: tja
Die Flammen schlugen beim Eintreffen der Feuerwehr bis zum Dachgeschoss des dreigeschossigen Mehrfamilienhauses über. Sieben Menschen wurden vorübergehend obdachlos, die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens 100 000 Euro. „Es war ein heftiges Feuer unter besonderen Witterungsbedingungen“, erklärte Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht. 50 Feuerwehrleute waren drei Stunden lang im Einsatz.
Gegen 0.30 Uhr hatten Bewohner des Mehrfamilienhauses die Feuerwehr gerufen. Als Zugführer Ingo Schwarz als erster Feuerwehrmann am Einsatzort war, loderten die Flammen heftig aus dem Erdgeschoss. „Ich habe gleich die Lage erkundet und festgestellt, dass das Treppenhaus noch rauchfrei ist, weil die Wohnungstür zu war. Deshalb habe ich den Löschangriff vom Garten aus über die Terrasse vornehmen lassen, damit wir keine Schäden und Probleme durch Rauch im Treppenhaus bekommen“, sagte Schwarz. Das verhinderte eine Rauchausbreitung, so dass die Evakuierung des Hauses reibungslos klappte. Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung war durch einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam geworden und hatte sich selbst in Sicherheit gebracht.
Das Winterwetter bereitete der Feuerwehr Probleme. „Der nächstgelegene Hydrant war vereist, so dass wir erst eine längere Wasserversorgung aufbauen mussten“, sagte Albrecht. Über die Terrasse gingen die Feuerwehrleute, die sich durch Atemschutzgeräte gegen den Rauch schützten, massiv gegen die Flammen vor.
Die Kripo sucht jetzt nach der Brandursache in dem vorerst unbewohnbaren Haus. Die sieben Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter.
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