Sandesneben – Am Ende des offiziellen Teils erklang das Schleswig-Holstein-Lied. „Wahre treu, was schwer errungen, bis ein schönrer Morgen tagt“, heißt es in der ersten Strophe. Das ließe sich vielleicht auch auf das am Freitag Abend offiziell eröffnete Regionalzentrum in Sandesneben beziehen. Dass die neuen Nutzer, „Bewohner“ und „Kunden“, das schöne Gebäude in Ehren halten und pflegen, sollte angesichts der allgemeinen Finanzlage selbstverständlich sein. „Schwer errungen“ ist das moderne und großzügige Verwaltungsgebäude eigentlich nur bezüglich der Kosten von 5,2 Millionen Euro.
In Bezug auf die Verwirklichung war es dagegen kein schwieriges Unterfangen. Um die Investition zu finanzieren, erhielt das Amt Sandesneben-Nusse ein zinsgünstiges Darlehen aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds über 3,9 Millionen Euro. Innenminister Klaus Schlie (CDU), der es sich nicht nehmen ließ, an der Einweihung persönlich teilzunehmen, erläuterte: „Die 20-jährige Laufzeit der Darlehen und der Zinssatz von derzeit 2,25 Prozent im Jahr machen den Fonds besonders attraktiv.“
Auch bei dem Bau selbst gab es keine Probleme. Nach 14 Monaten wurde das Regionalzentrum am 6. Dezember 2011 bezogen. Auf 2100 Quadratmetern im Erd- und Obergeschoss sowie auf 460 qm Kellerfläche verteilen sich die 43 Dienstzimmer, die neue Polizeistation, die Gemeindebücherei, die Räume der Sozialstation der Kirchengemeinde Berkenthin, den Selbstbedienungsbereich der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln sowie ein Beratungsbüro (Renten, Schuldner, Familienhilfe, Berufsqualifizierung).
Amtsvorsteher Ulrich Hardtke musste seine Redezeit im Foyer des Obergeschosses leicht überziehen, galt es doch, so vielen Beteiligten, Handwerksfirmen, Architekten, Gemeinden und Bürgermeister/innen, Ehrenamtlern, Banken oder Feuerwehren zu danken.
Bei Schweinebraten und Getränken ließen es sich die gut 200 offiziellen Gäste, aber auch viele Einwohner aus dem Amtsbereich es sich nicht nehmen, das neue Zentrum kennen zu lernen. unk
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