Büchen – Die Gemeinde Büchen befürwortet nach wie vor den Bau der Anschlussstelle Gudow an der A 24. Voraussetzung: eine zeitgleiche Sanierung der Landesstraße 205 zwischen Gudow und Büchen. Einen einstimmigen Beschluss fasste die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung.
„Die Straße hält keine zwei Winter mehr. Es ist eine Grundsanierung erforderlich. Mit einer Oberflächenbeschichtung ist es nicht getan“, sagte Bürgermeister Uwe Möller. Er hatte zuvor eine „klare Aussage“ des Landes zu diesem Thema gefordert. In einem Brief aus dem Verkehrsministerium hatte Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang mitgeteilt, dass alle Bürger aus der Region den Anschluss wollten. Sie hatte die Straßensanierung mit Herstellung der Autobahnabfahrt bestätigt, aber die Straßenerneuerung „in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Landesmittel“ in Aussicht gestellt.
„Ein genauer Zeitpunkt wird nicht genannt“, sagte Möller. „Wir möchten eine klare Aussage.“ Sorge bereite ihm der Landesverkehrswegeplan. Daraus gehe hervor, dass die Mittel bis 2015 verplant seien. „Die L 205 ist unter den Baumaßnahmen, die erste Priorität haben, nicht zu finden. Auch für die Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal, (die seit über 20 Jahren nur einseitig befahrbar weil nicht mehr ausreichend belastbar ist), gebe es keine konkreten Daten. Zwar werde von einem notwendigen Ersatzbau gesprochen, ein Baubeginn aber ebenfalls nicht genannt. „Es ist Eile geboten, denn noch bis 2015 gibt es die Zusage des Bundes, 50 Prozent der Baukosten zu übernehmen“, so Möller.
Der Ausbau der Autobahnausfahrt Gudow soll in einem beschleunigten Genehmigungsverfahren voran getrieben werden. Ein reguläres Planfeststellungsverfahren würde erheblich länger dauern. „Für die Befreiung des Planfeststellungsverfahrens bedarf es nicht der Beteiligung der Gemeinde Büchen“, führte der Bürgermeister weiter aus.
Dazu Gemeindevertretin Claudia Hondt (SPD): „Das Planfeststellungsverfahren wurde lange vor sich her geschoben. Der Anschluss hat Folgewirkungen für Büchen, darauf müssen wir aufmerksam machen.“ Und Markus Räth (CDU) betonte: „Der Druck auf dem Kessel muss bleiben. Wir wollen eine zeitgleiche Fertigstellung von Abfahrt und L 205.“
Otto Meincke (81), ehemaliger Bürgermeister in Gudow mit mehr als 40-jähriger Erfahrung in der Kommunalpolitik, war als Zuhörer gekommen. Er bedankte sich bei den Gemeindevertretern für den positiven Beschluss.
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