Spannender Moment im neuen Sparkassen-Center an der Bergedorfer Straße 58 in Geesthachts Fußgängerzone: Zum ersten Mal öffneten die Mitarbeiter der Filiale des Geldinstituts die Türen. Von einem elektrischen Motor angetrieben, schwenkten die Glastrennwände zur Seite und gaben den Weg vom Foyer über den Selbstbedienungsbereich in die neue Kundenhalle frei. Cornelia Nörring bekam als erste Kundin von Rainer Burghardt, dem Vorstandschef der Sparkasse, einen großen Blumenstrauß überreicht.
„Es ist toll geworden, ich bin sehr zufrieden“, sagte Burghardt zu dem 22 Millionen Euro teuren Neubau, in dem mehr als 70 Mitarbeiter der Kreissparkasse (KSK) für die Kunden da sein werden. „Das heimische Handwerk hat hier zweieinhalb Jahre lang Vorbildliches geleistet“, so Burghardt. Die KSK hatte vor allem eigene Kunden mit den Bauleistungen beauftragt. Nur wenige Spezialaufträge wurden außerhalb der Region vergeben. Ein Weg, auf dem das Geldinstitut gut gefahren ist. Burghardt: „Wir sind trotz zweier strenger langer Winter im Zeitplan geblieben und hoffen auf ein positives Ergebnis, wenn die Schlussrechnung vorliegt.“
Seit dem Auszug aus der früheren Filiale, die fünf Mal umgebaut wurde und nicht mehr zeitgemäß war, sind nur zweieinhalb Jahren vergangen. Vor dem Abriss aus der alten Filiale wurde die Kundenbetreuung in einem Übergangsquartier in einem Containerdorf an der Nelkenstraße erledigt.
Am Wochenende herrschte im Neubau Hochbetrieb, um alles bis ins Detail fertigzustellen. Karsten Hermann von „Tresor & Service“ und sein Mitarbeiter Jan Richter vollendeten den Tresorraum im Keller. 64 jeweils 180 Kilo schwere Schließfach-Blöcke hatten sie per Lastwagen aus dem Tresorcontainer an der Nelkenstraße an die Bergedorfer Straße verfrachtet. Der Tresorraum dort ist ein eigenständiger Hochsicherheitstrakt: „Die Wände sind aus einem geheimen Material, das man nicht durchbohren kann und das die Flamme eines Schneidbrenners erlöschen lässt“, berichtete Hermann. Langfinger werden wohl kaum eine Chance haben, im neuen Sparkassen-Center Beute zu machen. Videokameras und viele weitere Sicherheitsmerkmale tragen dazu bei, dass hier alles genau im Blick ist. Wer das Center durch das Foyer betritt, entdeckt sofort die imposante Skulptur „Vertigo“, die über zwei Geschosse in der Luft schwebt. Das Kunstwerk wurde von dem Künstler Fré Ilgen aus Berlin extra für das Gebäude gestaltet.
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