Auf dem Areal zwischen Jet-Tankstelle und Autobahnauffahrt direkt gegenüber der Berufsfeuerwehr soll eine zweigeschossige kubanische Kolonialvilla gebaut werden – Markenzeichen der Systemgastronomie „Café del Sol“. Das geht aus dem Aufstellungsbeschluss zu einem neuen Bebauungsplan für das einen Hektar große Gebiet hervor.
Hier soll das „Café del Sol“ stehen
Aktuell ist die überwucherte Fläche als öffentliche Parkfläche vorgesehen, jetzt soll das Gelände zu drei Vierteln zum Sondergebiet werden, damit dort die Gastronomie inklusive großem Parkplatz entstehen kann. Das neue Gebäude wird mindestens 40 mal 40 Meter groß und soll auf dem Areal in Richtung Tankstelle entstehen. Geplant ist, dass von der Zufahrt (die von der Stockelsdorfer Straße abgeht) zur Tankstelle und zu Lidl in der Krempelsdorfer Allee auch die Ein- und Ausfahrt für das neue Lokal abzweigt. Die Stellplätze werden an der Straße und zur Autobahnauffahrt hin angeordnet. Die Baumreihe an der Stockelsdorfer Straße soll bestehen bleiben. Außerdem soll es eine Fußweganbindung von der Krempelsdorfer Allee geben auf Höhe der Hausnummer 26/28, damit die Gäste des Lokals auch die nahegelegene Bushaltestelle nutzen können.
Der Bauausschuss hat die Entscheidung über den Bebauungsplan im Dezember vertagt, da den Politikern die Anzahl der Stellplätze zu unkonkret war. Außerdem ist noch unklar, ob das Gelände den geschützten Saatkrähen als Sammelplatz dient und dort Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg lagern. Beides muss noch untersucht werden. Die Stadt erhofft sich durch die „unmittelbar bevorstehende Investition die Schaffung von Arbeitsplätzen“, so heißt es in dem Papier. Das Vorhaben muss vom Bauausschuss und auch von der Bürgerschaft abgesegnet werden. Sollten alle Gremien zustimmen, könnte frühstens im Sommer mit dem Bau gestartet werden.
Das „Café del Sol“ gehört zur Gastro & Soul GmbH mit Sitz im niedersächsischen Hildesheim. Die Firmenzentrale wollte sich auf LN-Anfrage nicht zu dem Vorhaben äußern. Das erste „Café del Sol“ wurde 2001 in Hildesheim eröffnet. Mittlerweile gibt es deutschlandweit 25 Filialen, erst im Dezember hat in Gelsenkirchen der jüngste Ableger eröffnet. Die Gastro-Kette wirbt mit Sommer- und Urlaubsflair und ist Treffpunkt für jüngeres Publikum. Von 9 Uhr morgens bis 1 oder 2 Uhr nachts haben die Läden geöffnet. Sie werden grundsätzlich an stark frequentierten Ein- und Ausfallstraßen von Städten mit mehr als 80 000 Einwohnern platziert.
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