Probleme nach dem Brand in der Hundestraße: Ein an den Rollstuhl gebundener Mieter muss derzeit in einem Hotel übernachten, weil weiterhin Strom und Heizung in dem Gebäude abgeschaltet sind. Die Kosten übernimmt die Kriminalitätsopfer-Hilfe Weißer Ring. Offenbar gab es im Vorfeld Abstimmungsschwierigkeiten bezüglich der Unterbringung des Mannes.
Nach Feuerwehrangaben ist das Haus in der Hundestraße zwar wieder bewohnbar, allerdings sind weiterhin Heizung und Strom abgeschaltet – die Wohnungen bleiben dunkel und kalt. Zunächst wurde Udo S. von der Feuerwehr in die Sana-Kliniken gebracht, nach der Untersuchung aber wieder entlassen. Da seine Wohnung noch nicht wieder freigegeben war, brachte ihn die Polizei zur Heilsarmee in der Hartengrube. „Dort konnte er aber nicht aufgenommen werden, da angeblich alle Betten belegt seien“, sagt Detlef Hardt, Leiter des Weißen Rings Lübeck. Zur Verfügung stünden nur noch Plätze in oberen Stockwerken, die jedoch mit dem Rollstuhl nicht erreichbar sind.
„Auf eigene Kosten“, sagt Hardt, fuhr S. mit dem Taxi wieder in die Notaufnahme der Sana-Kliniken, um dort auf die Freigabe seiner Wohnung zu warten. Der Weiße Ring schaltete sich ein, als sich eine besorgte Nachbarin nach S. erkundigte – niemand wusste, wo er war. „Sie konnte auch einen Suizid nicht ausschließen“, erzählt Hardt. Besonders erschüttert zeigt er sich über den Vermieter des Brandhauses. Nach Hardts Angaben wusste dieser nicht, wo die Mieter derzeit unterkommen können – das Problem mit Heizung und Strom solle heute erst behoben werden.
Da Rollstuhlfahrer S. jedoch auch nicht in der Notaufnahme der Sana-Kliniken bleiben konnte, hat ihn der Weiße Ring nun für zwei Nächte in einem Hotel untergebracht. Hardt: „Wir haben dazu die notwendigsten Sachen aus seiner Wohnung geholt.“
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