„Die Fachkräftesicherung“, sagte Vizepräsident Günther Stapelfeldt, „ist die zentrale Herausforderung, vor der das Handwerk in den nächsten Jahren steht.“ Allein schon durch die bundesweite Imagekampagne des Handwerks sei eine Menge losgetreten worden. Es gebe zwar kein Patentrezept für die Fachkräftesicherung, aber viele gute Beispiele. Und einige davon wurden an diesem Nachmittag vor 100 interessierten Zuhörern geschildert. Fleischermeister Rainer Muhs aus Krummbek (Kreis Plön) setzt auf das Projekt „Ausbildung in Teilzeit“, das vor allem jungen Müttern ermöglicht, sich um ihre Familie zu kümmern und eine Ausbildung zu absolvieren. Und Elektroinstallateurmeister Peter Bode von der Lübecker Habotec GmbH bietet seinen Lehrlingen Auslandspraktika.
Das ist ganz im Sinne von Staatssekretärin Tamara Zieschang, die dafür wirbt, die Ausbildung zum Beispiel durch Auslandspraktika attraktiver zu machen. Gerade auch kleine Betriebe könnten, unterstützt von Ministerium und Handwerkskammer, einiges tun, um Fachkräfte auszubilden oder in den Betrieb zu holen. Letzteres hat zum Beispiel Tischlermeister Bernd Raasch aus Bad Schwartau gemacht: Er profitiert von der Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, denn über dessen „50+“-Aktion wurde ein kompetenter älterer Mitarbeiter vermittelt.
„Der Instrumentenkasten ist da, man muss sich nur etwas Passendes aussuchen“, weist Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, auf die Möglichkeiten der Unterstützung durch Kammer oder Innung hin. sr
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