Ein gesundes Mädchen, dessen Eltern schon drei schmerzhafte Fehlgeburten hinter sich haben.
„Wann beginnt Leben“, fragen dagegen einige Kirchenvertreter. Und: Ist es nicht verwerflich und anmaßend, die genetisch defekten befruchteten Eizellen auszusortieren und nur die gesunden in die Gebärmutter einzusetzen? Selektieren Ärzte da Leben? Nein. Denn Paare sollten nicht verdammt sein zuzusehen, wie ihre Kinder sterben. Sie können es jetzt ändern.
Kritische Politiker haben Angst davor, dass Eltern anfangen, sich ein Wunschkind zusammenzustellen, sich Geschlecht, Haarfarbe und Augenfarbe aussuchen. Medizinisch ist das, was Haar- und Augenfarbe anbelangt, nicht möglich. Und die Gesetzeslage in Deutschland ist so streng, dass es das Geschlecht nicht als Wunschfrage zulässt. Das Wichtigste ist jedoch: Diese Kriterien sind den Eltern völlig egal. Ihr sehnlichster Wunsch ist nur ein gesundes Baby.
Eltern behinderter Kinder könnten fragen: Was ist mit der bedingungslosen Liebe, die wir einem jeden Menschen entgegen bringen sollten? Ich frage: Was hat ein totes Kind von bedingungsloser Liebe? PID ist nicht der Versuch, Menschen mit Behinderung aus unserer Gesellschaft auszugrenzen. Und es ist nicht verwerflich, wenn Eltern ihrem Kind ein Leben ohne schwere Behinderung, überhaupt ein Leben ermöglichen wollen. Es ist menschlich. Die Entscheidung betroffener Paare sollte respektiert werden, egal wofür sie sich entscheiden. Und nun haben sie eine weitere Möglichkeit – PID. Es ist eine positive Möglichkeit, denn welche Eltern wünschen sich nicht ein gesundes und glückliches Kind.
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