Grevesmühlen – Südlich der Bahnschienen soll in Grevesmühlen in den nächsten Monaten und Jahren einiges passieren. „Deshalb war es allerhöchste Zeit für solch ein Treffen“, sagte Bürgermeister Jürgen Ditz am Montagabend im Sportlerheim am Tannenberg, wohin die Stadtverwaltung die Bürger der Südstadt zu einer Einwohnerversammlung eingeladen hatte. Bauamtsleiter Lars Prahler stellte den gut 50 Zuhörern diverse Schwerpunkte der künftigen Entwicklung des Stadtsüdens vor. Vieles, vor allem die Ansiedlung eines neuen Einkaufsmarktes für die Südstadt, hängt an der Zukunft des Bahngeländes.
Den Bahnhof wolle die Stadt noch im Februar kaufen. „Wir stehen kurz davor, das Bahnhofsgebäude und den Güterbahnhof zu erwerben“, sagte Lars Prahler. Die große Frage: „Was macht man mit einem Bahnhof?“ Die Antwort darauf wolle die Stadt nicht alleine suchen, sondern die Bürger mit einbeziehen. Deshalb sei im März oder im April ein Bürgerforum geplant, um erste Ideen für die Nutzung des Bahnhofsgebäudes auszutauschen. Auch im Internet werde die Stadt über den Fortschritt des Projektes Bahnhof unter http://www.bahnhof.grevesmuehlen.de
informieren.
Wichtig wird in diesem Zusammenhang auch das umliegende Gelände des Bahnhofes. Denn mit der Entwicklung dieses Gebietes entscheidet sich auch, ob die Anwohner des Grevesmühlener Südens auch wieder einen Supermarkt bekommen. In die Fläche an der Rehnaer Straße, ehemals Lidl, steckt die Stadt offenbar keine großen Hoffnungen mehr, zumal sich in den vergangenen sieben Jahren kein neuer Mieter für die Räume gefunden habe. „Das Lidl-Gelände ist nicht mehr entwicklungsfähig“, schätzte Bürgermeister Jürgen Ditz die Lage ein.
Somit habe die Stadt nach Alternativen gesucht. In die engere Auswahl komme die Grünfläche links vor dem Bahnübergang Rehnaer Straße und das Gebiet des ehemaligen Güterbahnhofs östlich des Hauptgebäudes. Einige Teile der Flächen würden jedoch der Deutschen Bahn beziehungsweise der Bundeseisenbahnvermögen, die von der Bahn nicht mehr benötigte Liegenschaften verwaltet, gehören. Deshalb müsse der Kauf des Bahnhofes abgewartet werden. „Zwei Investoren stehen in der Warteschlange, um ihr Konzept vorzustellen“, sagte Lars Prahler. Frühestens 2013 werde mit dem Bau begonnen. Eine dritte Variante Nahe dem Wohngebiet An der Trifft sei eher unwahrscheinlich aufgrund der Nähe zu den Wohnhäusern.
Auch die Deutsche Bahn wolle laut Auskunft von Lars Prahler tätig werden. So soll der Bahnsteig erneuert und gleichzeitig verkürzt werden sowie einen direkten, legalen Zugang vom Bahnübergang aus erhalten. Und das Straßenbauamt des Landes könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen Eisenbahnbrücke in der Schweriner Straße beginnen.
Kommentare powered by Disqus. Unsere Nutzungsbedingungen.

