Grevesmühlen – Die Zeiten, in denen eine Schnitzeljagd mit Karte und Kompass funktionierte, sind längst vorbei. Heute ist jedes bessere Telefon in der Lage, seinen Besitzer von A nach B zu dirigieren. Und genau diese Entwicklung macht sich die Stadt Grevesmühlen, der Sagen- und Märchenstraßen-Verein und das Landesmarketing MV jetzt zunutze. Geocaching heißt das Stichwort. Klingt kompliziert, bedeutet aber nichts anderes, als dass Besucher anhand von einfachen Daten per GPS, ähnlich wie bei einem Navigationssystem fürs Auto, in die Stadt beziehungsweise die Sagen- und Märchenstraße entlang gelockt werden sollen. „Auf den entsprechenden Internetseiten werden Koordinaten bekannt gegeben, mit denen die Nutzer zu bestimmten Punkten gelangen können“, erklärt Dorina Reschke von der Stadtinformation Grevesmühlen.
Der Clou an der ganzen Sache: Die Besucher werden auf diese Art und Weise nicht nur zu den markanten Punkten an der Sagen-Märchenstraße gelockt, sie haben auch die Chance, einen kleinen Schatz zu finden. „Im Radius von drei bis vier Metern um den Punkt herum, ist etwas versteckt“, sagt Dorina Reschke. Was genau dort verborgen ist, darüber herrscht Stillschweigen. „Das gehört eben auch dazu“, erklärt die Mitarbeiterin der Stadt. „Es gibt immer mehr Fans dieser Geschichte, sodass dieses Projekt wirklich Sinn macht und funktioniert.“
Dass Grevesmühlen in Sachen Geocaching bereits seit geraumer Zeit funktioniert, zeigt ein Blick auf die Internetseite http://www.geocaching.com
. Wer dort Grevesmühlen eingibt, findet bereits zahlreiche Punkte, die verschiedene Nutzer eingegeben haben. Einheimische mögen darüber vielleicht den Kopf schütteln. „Aber für Urlauber und Menschen, die sich hier nicht auskennen, macht das durchaus Sinn“, erklärt Dorina Reschke. „Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, um Urlauber in die Region zu locken, und das ist eine davon.“
Vorgestellt und vorgeführt wurde die Aktion in Grevesmühlen übrigens unter anderem vom Landesmarketing MV in Person des Vorsitzendes Peter Kranz. Der Fernsehjournalist steht seit 2009 an der Spitze der Kampagne „MV tut gut“ und stammt aus Grevesmühlen. Hier wurde er 1971 geboren und ging bis 1989 zur Schule.
Kommentare powered by Disqus. Unsere Nutzungsbedingungen.

