Die Politikerin zeigte sich sichtlich beeindruckt von den Abläufen auf mittlerweile 22 000 überdachten Quadratmetern und ließ sich ausführlich die neueste Anschaffungen des Unternehmens, das aus einem 1922 entstandenen Möbelwerk hervorging und 1990 neu gegründet wurde, erläutern. Mit zwei Maschinen, die einerseits Werkstücke in CNC-Frästechnik bearbeiten und andererseits Kanten anstatt mit Leim per Lasertechnik ankleben, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen „Kantensprung“ gemacht.
„Wir können mit dieser Technik nahezu fugenfrei arbeiten. Das bietet mehr optische Qualität und eine bessere Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und Wärme“, erklärte Produktionsleiter Klaus Lutz an den beiden neuen Maschinen. „Das sind die Produktionsnummern Null und Eins - weltweit die ersten Geräte, die eingesetzt werden“, so Lutz.
Mit der neuen Lasertechnik will Palmberg ebenso wie mit einer neuen Lackiererei und der demnächst in Betrieb gehenden Furnierfertigung noch mehr auf Sonderwünsche der Kunden eingehen. Zwar ist das Büromöbelwerk unter anderem auf die Fertigung von Serienteilen ausgelegt. Aber in einem großen Teil des Werkes werden nach dem „Stückzahl Eins“-Prinzip Sondererzeugnisse nach dem jeweiligen Kundenwunsch gefertigt. „Etwa 15 bis 20 Prozent der Möbel sind solche Sondererzeugnisse, deren Teile vielleicht nicht wieder produziert werden“, sagt Klaus Lutz. „Wir versuchen, Sonderwünsche zum Standard zu machen“, so Lutz, der in der neu gebauten Halle 6 auf die Werkbänke der Tischler hinweist. „Hier können wir die speziellen Wünsche der Kunden noch intensiver betreuen. Das macht es möglich, auch kleine Aufträge günstig zu fahren.“
Ein Geheimnis des Erfolges von Palmberg sind optimierte Prozesse von der Bestellung der Möbel bis zur Auslieferung. So werden spezielle Wünsche zum Liefertermin so aufgenommen, dass sie sich direkt auf die Produktionszeiten auswirken. „Bei der Lieferung garantieren wir einen Termin mit einer Toleranz von einer halben Stunde“, schilderte Klaus Lutz. „Das ist schon enorm,“ war der Kommentar der Finanzministerin. „Es ist sehr interessant, hier Neuentwicklungen parallel zur Kontinuität zu sehen“, sagte Polzin. Die Ministerin interessierte sich aber auch für die Angestellten des Unternehmens. „Wird hier auch Nachtschicht gearbeitet?“, wollte sie wissen und bekam die Antwort, dass in zwei Schichten alles erledigt werden kann und nur Maschinen wie im Flächenlager auch nachts arbeiten. Auch nach einer Betriebskita erkundigte sie sich. Dafür sei in Schönberg von kommunaler Seite gut gesorgt, versicherte Geschäftsführer Uwe Blaumann.
Heike Polzin genoss den ausführlichen Rundgang durch das Büromöbelwerk. Immer wieder war sie von Informationen erstaunt – zum Beispiel, dass Restabschnitte gesammelt und zum Heizen des Werkes verfeuert werden. Auch der komplette Service mit Innendesigner und Büroplanung überzeugte die Ministerin. Sie stellte fest: „Palmberg ist eine tragende Säule in der Region.“
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