Verfahren gegen Claus ausgesetzt
Grevesmühlen – Keine Entscheidung in der Dienstwagenaffäre um Olaf Claus. Im Amtsgericht Grevesmühlen ist gestern das Verfahren gegen den gewählten Bürgermeister von Boltenhagen wegen privater Nutzung seines Dienstwagens ausgesetzt worden. Von Sommer 2007 bis April 2009 soll Claus einen von der Gemeinde Boltenhagen geleasten Opel Vectra für regelmäßige Fahrten genutzt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl wegen Untreue beantragt. Der Schaden, der der Gemeinde entstanden sein soll, wird auf 281,22 Euro beziffert. Laut Staatsanwaltschaft droht Claus eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro.
Der Angeklagte selbst gab gestern vor dem Amtsgericht keine Erklärung ab, er ließ stattdessen seine Anwältin Heide Sandkuhl sprechen. Die verwies auf den vergleichsweise geringen Wert des angerichteten Schadens. Die Frage sei außerdem, ob der Bürgermeister vorsätzlich den Dienstwagen für private Zwecke genutzt habe. Schließlich habe er sich die Nutzung von seine damaligen Stellvertreterin Kathrin Dietrich genehmigen lassen, so Claus im Vorfeld.
Die Gemeindevertretung hätte diese Vereinbarung allerdings absegnen müssen. Eine entsprechende Absprache hat es jedoch offenbar nicht gegeben. Sollte also weiterverhandelt werden, müssten somit weitere Zeugen angehört werden. Ein Termin steht jedoch noch nicht fest. ron
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