Von Cornelia Roxin
Dassow – Der Dassower Jugend-, Kultur- und Freizeitverein hat einen neuen Vorsitzenden. Peter Stuppy heißt er. Und der 55-Jährige gilt in dem Metier, das er nun auch ehrenamtlich beackern wird, keineswegs als unbekannt. Von Berufs wegen nämlich ist Peter Stuppy für die Stadt Dassow als Mitarbeiter für Kultur unterwegs. Die neue Konstellation empfindet er durchaus als Vorteil, um noch mehr bewegen zu können.
Peter Stuppy tritt die Nachfolge von Hannelore Armerding an. Auf Initiative der heute 66-Jährigen war der Verein 1996 gegründet worden. Für die Dassowerin war jetzt die Zeit gekommen, die Vereinsgeschicke in die Hände Jüngerer zu legen, begründet sie, warum sie bei der jüngsten Mitgliederversammlung nicht mehr für den Vorsitz kandidierte. Eine Nachfolge rechtzeitig zu regeln, halte sie für sehr wichtig. Das müsse passieren, so lange die eigenen Kräfte noch nicht aufgebraucht seien. Nur zu deutlich sei ihr das bewusst geworden, als sie vor noch gar nicht langer Zeit sehr krank geworden war.
Auch wenn ihr das Loslassen schwerfällt – „das ist doch mein Kind“ – sei dieser Schritt aus Vernunftsgründen der richtige gewesen, beteuert sie. Und ihr bliebe ja immer noch die Leitung der Familienbegegnungsstätte, die sich in Vereinsträgerschaft befindet. Darüber hinaus hat Hannelore Armerding den Vorsitz des Sozialausschusses der Dassower Stadtvertretung inne und nimmt ihr SPD-Mandat in diesem Gremium wahr. Sie überlegt, eine Legislaturperiode dranzuhängen. Ja, und was den Vereinsvorsitz betrifft, der neue Chef ist immer in ihrer Nähe. Hannelore Armerding und Peter Stuppy ziehen nicht nur in kommunalen Dingen an einem Strang, sie sind auch privat ein Paar. Doch komisch sei es schon gewesen, als der neue Vorstand zusammensaß und Hannelore Armerding hinauskomplimentiert wurde, das gibt sie zu.
Dem neu gewählten Vorstand gehören neben Peter Stuppy als dessen 1. Stellvertreterin Bianca Wangelin (36) aus Barendorf und als 2. Stellvertreterin und Kassenwartin Andreas Hinrichs (42) aus Dassow an. 16 Mitglieder zählt der kleine Verein gegenwärtig. Bianca Wangelin ist dabei die jüngste im Bunde, Ruth Gnass und Edith Böhnke sind mit 84 Jahren die betagtesten Mitstreiterinnen.
In der Trägerschaft der Familienbegegnungsstätte lag schon immer eine Hauptaufgabe des Jugend-, Kultur- und Freizeitvereins. Die Städtepartnerschaft mit dem lettischen Grobina, die in diesem Jahr zehn Jahre besteht, mit Leben zu erfüllen sowie die Schüler- und Jugendaustausche zwischen den Orten zu organisieren, haben sich die Vereinsmitglieder genauso auf die Fahnen geschrieben wie die aktive Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen in der Stadt. „Dieses Grundkonzept werden wir weiterverfolgen“, stellt Peter Stuppy in Aussicht. Mit Altbewährtem soll es weitergehen und auch aufgestockt werden.
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