Das Losglück ist dem deutschen Fußball weiter treu. Bei der Gruppenauslosung zur U-20-Frauen-Weltmeisterschaft wurden dem Team von Bundestrainerin Maren Meinert in Dresden Costa Rica, Kolumbien und Frankreich zugeteilt.
Die Spiele der deutschen Mannschaft finden am 13. und 16. Juli in Bochum sowie am 20. Juli in Augsburg statt. Die gefürchteten Asiatinnen blieben der DFB-Mannschaft in der Vorrunde erspart. «Wir haben insofern Glück, dass wir im Auftaktspiel gegen Costa Rica antreten. Das ist, wenn man auf die vergangene Männer-WM blickt, ein gutes Omen», sagte Meinert nach der Zeremonie im Dresdner Residenzschloss.
Bei der Heim-WM 2006 hatte die DFB-Elf in München Costa Rica mit 4:2 bezwungen. Gleichwohl weiß die Trainerin nicht viel über diesen Kontrahenten. «Sie müssen aber stärker als Kanada sein, denn sie haben sich durchgesetzt. Das heißt schon einiges», betonte Meinert, für die auch Kolumbien ein unbeschriebenes Blatt ist. «Aber nicht mehr lange, wir werden uns informieren. Technisch ist es aber eine gut ausgebildete Truppe», kündigte die ehemalige Nationalspielerin an.
«Der stärkste Kontrahent ist wahrscheinlich Frankreich. Spiele im Frauen-Fußball zwischen Deutschland und Frankreich sind immer etwas besonderes. Augsburg wird ein Fußball-Fest erleben», sagte Meinert, die als vordringliche Aufgabe das Überstehen der Gruppenphase sieht. «Bei der EM haben wir das nicht geschafft, auch das sagt etwas über die Stärke im Nachwuchsbereich. Natürlich aber wollen wir bis zum Ende im Turnier bleiben», meinte Meinert.
Franz Beckenbauer als Kommissions-Vorsitzender des Weltverbandes FIFA für die U-17- und U-20-Frauen-Weltmeisterschaften in diesem Jahr glaubt an ein gutes Turnier in Bochum, Dresden, Augsburg und Bielefeld. «Durch die Erfolge der Nationalmannschaft ist Frauen-Fußball in Deutschland attraktiv und populär geworden. Und die Erfolge haben auch den Nachwuchs gezogen. Ich freue mich auf eine sehr gute WM. Die Vergabe des Turniers an Deutschland ist eine Wertschätzung für den DFB und zeigt deutlich, dass die FIFA gute Erfahrungen mit Deutschland gemacht hat», sagte Beckenbauer.
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