Das Dorf Weißenhaus, mit seinen mehr als 40 größtenteils sanierungsbedürftigen Gebäuden, soll in das „historische Spa Resort am Meer Schlossgut Weissenhaus“ umgewandelt werden.
Buettners Ziel: Es soll Schleswig-Holsteins exklusivstes Hotel entstehen. Erste Teile der späteren 250-Betten-Anlage sollen bereits im Mai eröffnen. Die gesamte Anlage mit Wellness-Bereich geht im Mai 2013 in Betrieb.
„Das Hotel wird in Schleswig- Holstein seinesgleichen suchen“, sagt Planer Hans-W. Zühlke über die „Fünf-Sterne-plus-Anlage“ mit luxuriösem Spa Refugium. 180 Hotelprojekte, darunter Steigenberger, Dorint, Robinson Clubs und das erste Aida Club-Schiff hat der Architekt in seiner Karriere betreut. „Das ist hier nicht nur eine weitere Hotel-Anlage der höchsten Kategorie, sondern die Wiedergeburt eines historischen Dorfes mitten in magischer Natur“, sagt Zühlke.
Herzstück der Anlage ist das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute neobarocke Schloss Weißenhaus, dessen Fassade bereits komplett saniert ist. Ein Tunnel soll den weiß strahlenden Bau später mit dem 1500 Quadratmeter großen Spa-Bereich verbinden. Resort-Gäste, die in den anderen Gebäuden untergebracht sind, können sich dann mit beheizten Elektro-Autos zum Wellness-Bereich chauffieren lassen. Zwischen 280 und 780 Euro pro Nacht sollen die Suiten und Zimmer kosten. Die Halbpension für 90 Euro pro Person kommt hinzu.
Während die Gäste ihren Aufenthalt in abgeschirmten Bereichen der 75 Hektar großen Anlage entspannt genießen, bleiben weite Teile des Geländes auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich. Buettner kündigt an, dass die meisten der fünf Restaurants und Cafés auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich sind. Auf einem einen Hektar großen zentralen Platz mit Blick auf das Schloss soll es zudem zahlreiche Veranstaltungen geben. Neben einer umgebauten Reetscheune mit bis zu 400 Plätzen für Seminare, Konzerte oder Feiern entsteht ein Amphitheater für 500 Besucher. Bereits im Mai sollen das Restaurant „Bootshaus“ am Strand eröffnen und die ersten zwanzig Zimmer fertig sein.
Investor Jan Henric Buettner, der seine Millionen in den 90er Jahren als AOL-Deutschland-Chef verdiente, hatte das Schlossareal vor gut sechs Jahren vom Grafen Platen-Hallermund für sieben Millionen Euro gekauft. Nach zwei Jahren Planung begannen 2007 die ersten Baumaßnahmen.
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