So lautet die Forderung von Musiker Peter Strothmann, als Sprecher von weiteren vier Mitstreitern, die sich durch Aussagen des Ausschussvorsitzenden während einer öffentlichen Sitzung diskriminiert fühlen. „Joachim Nickel hat eine Liste sämtlicher Veranstaltungen vorgetragen, die aus den ‚Zentralitätsmitteln der Kulturzeit‘ bezahlt worden seien, bei denen unter anderem der Shanty-Chor, Peter Strothmann und René Kleinschmidt genannt wurden“, so Peter Strothmann. Nickel soll gesagt haben, dass deren Auftritte sich „nicht mit seinem Begriff von ‚Kultur‘ vereinbaren ließen“.
Das wollen Dietrich Fritz (Vorsitzender des Timmendorfer Shanty-Chors), DJ René Kleinschmidt sowie Jörn Langbehn und Andreas Wallbruch, mit denen Peter Strothmann als Trio „Holsteiner Allerlei“ auftritt, nicht auf sich sitzen lassen. Dietrich Fritz führte aus, dass dem Chor die „Zelterplakette“ verliehen worden sei, „als Auszeichnung für Chorvereinigungen, die sich besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben“. Ein klärendes Gespräch mit Joachim Nickel, wie der Kulturbegriff für Timmendorfer Strand zu interpretieren sei, lehnten sie einheitlich ab. Das Tischtuch scheint beiderseitig schon jetzt zerschnitten zu sein. Joachim Nickel lehnte auf Nachfrage ebenfalls eine Stellungnahme ab.
Bei der nächsten Ausschusssitzung am Donnerstag, 3. Mai, will Tourismuschef Christian Jaletzke nun die Mittelverwendung für 2011 präsentieren und kann sicherlich auch etwas über die Planung für 2012 sagen, da die Verträge mit den Künstlern erfahrungsgemäß vor Saisonbeginn geschlossen werden. Vielleicht liegen bis dahin auch schon erste Hochrechnungen aus der Bürgerumfrage der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus (TSNT) GmbH vor. Bis zum 30. April 2012 können Einwohner und Gäste ihr Votum abgeben, welche Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte als gut empfunden und welche Angebote zukünftig gewünscht werden. ab
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