Als ein unerschöpfliches Füllhorn erweist sich die kanadische Musikszene, aus der die guten und interessanten Bands nur so hervorsprudeln. Eine von ihnen ist Parlovr, die sich 2006 in Montreal gegründet hat.
Benannt haben sich Kanadier nach dem Namen eines Lofts, in dem die Band-Mitglieder Louis David Jackson und Alex Cooper als Parlour einst an den Start gingen. Aus Parlour wurde schließlich Parlovr, als sie auf eine Band mit gleichem Namen trafen. Die Aussprache von Parlovr aber bleibt Parlour. So weit, so gut.
Lustige Jungs sind es, die nicht alles todernst nehmen und von denen Videos im Netz kursieren, wo sie mit unbändiger Freude Gesteinsbrocken ins Wasser werfen. Was übermütige Jungs halt so tun. Ernst aber ist es ihnen mit ihrer Musik, die irgendwo zwischen Sonic Youth und Arcade Fire oszilliert.
Knallende Drums, exaltierter Gesang, dezente Keyboards und sirrende Gitarren - mal schepprig klingend, mal dissonant mäandernd. Das Ganze energiegeladen und sehr kraftvoll vorgetragen. Feiner Pop- und Rock aus dem Indie-Lager mit leichten Störgeräuschen - das ist das selbstbetitelte Debüt der Kanadier.
Aber ganz so leicht wollen sich Parlovr nicht verorten lassen. In Kanada werden sie als «Hipster Band» oder auch als «teenage girl's favourite band» gehandelt, wie Alex Cooper in einem Interview mit «Inyourspeakers.com» verriet. «In Europa werden wir eine Art Band genannt, in China nennen sie uns eine seltsame Noise Band». Aber alle sehen in Parlovr, die noch ein wenig Zeit zur Reife brauchen, als etwas Besonderes.
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