Nur wenige Bürger hätten sich bislang dafür interessiert, erklärte Torsten Maaß, Mitarbeiter im städtischen Bauamt. Einige haben sich danach schon früher bei der ersten Auslegung der Pläne informiert, eventuell Einspruch eingelegt. Inzwischen hat Maaß für die LN-Leser einen ganz besonderen Service „gezaubert“. Er legte die Skizze von der geplanten Südumgehung passgenau auf ein Luftbild, das ihm vom Landesvermessungsamt zur Verfügung gestellt worden ist. So können die Segeberger den Autobahnabschnitt plastisch mit ihren Anschlussstellen auf einen Blick sehen. Jeder Leser bekommt so veranschaulicht, wie weit die Trasse vom eigenen Häuschen oder vom Lieblingsspazierweg entfernt liegt.
Deutlich wird dabei, dass die Stadt beim Bau der A 20 nicht mehr die bisherigen komfortablen Anschlussmöglichkeiten haben wird. Es wird nur noch eine Anschlussstelle „Bad Segeberg Ost“ und eine südlich von Schackendorf vielleicht mit der Bezeichnung „Bad Segeberg Nord“ geben. Die bisherigen A 21-Anschlussstellen direkt an der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne und auch Höhe Högersdorf fallen weg. Südlich der Kaserne wird das große Autobahnkreuz entstehen, das A 20 und A 21 verbindet. Dort ist keine Anschlussstelle erlaubt – mit der Folge, dass das Gewerbegebiet der Ex-Kaserne zwar vom Autobahnlärm umtost, gleichzeitig aber von den Fernstraßen „abgehängt“ wird.
Die alte B 206 in Bad Segeberg soll zur innerstädtischen Straße werden. Von der derzeit staugeplagten Straße soll der Verkehr aus Richtung Hamburg vorfahrtsberechtigt in die Ziegelstraße nach links Richtung Ostsee fließen dürfen, was derzeit nicht möglich ist. Hierauf werde man im Planfeststellungsverfahren seitens der Stadt drängen, erklärte Maaß. Der Stadt sei es wichtig, den Schwerverkehr herauszuhalten, wenn erst die A 20 fertiggestellt ist. Wer die Autobahn-Maut nicht zahlen möchte, für den soll es möglichst unattraktiv werden, durch die Stadt zu fahren.
Auf der „Maaß-Darstellung“ kann man auch gut erkennen, dass Alternativvarianten wie die Tunnellösung durch die Stadt kaum praktikabel sind. Da wären nur Kurven denkbar, auf denen man höchstens 60 bis 80 Stundenkilometer fahren könne, so Maaß. Das wäre dann keine Autobahn mehr. Er schätzt, dass frühestens Ende Mai 2012 der A 20- Planfeststellungsbeschluss und damit der Baubeginn möglich sei.
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