Es qualmt immer noch aus Glutnestern. Auf dem Hof in Hornsmühlen – „am Ende der Welt“, wie ein Feuerwehrmann schmunzelnd sagt – sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld. Eine Halle von 600 Quadratmetern, gefüllt mit 300 Ballen Stroh und tonnenweise Heizmaterial, wurde von den Flammen zerstört. Mittendrin ein ausgebrannter Teleskop-Lader.
Etwa eine Stunde nach Mitternacht wurde Landwirt Volker Pries alarmiert. Das sei nicht ungewöhnlich, sagt der Bauer. Manchmal hakt es bei der Technik im Maststall, dann müsse er auch nachts ’raus. „Doch so etwas Böses habe ich noch nicht erlebt.“ Das ganze Strohlager brannte, die Flammen züngelten schon an der Fassade der benachbarten Hähnchenmastanlage. Wenige Meter von dem brennenden Stroh entfernt ist die lebenswichtige Technik für Fütterung und Lüftung von 100 000 Masthähnchen untergebracht. Pries greift zum Feuerlöscher, versucht zu verhindern, dass die Tür zur Mastanlage Feuer fängt. Die ersten Wehren kommen, richten die Rohre der Tanklöschfahrzeuge auf das Stallgebäude. Die Halle ist ohnehin verloren. Jetzt geht es darum, die Tiere vor dem Erstickungstod zu bewahren. „Wir haben großes Glück gehabt.“ Wehrführer Karl-Otto Kasch ist erleichtert, dass die Flammen nicht auf den Maststall übergegriffen haben. „Als wir kamen, stand alles in Flammen.“ Eine 350 Meter lange Schlauchleitung zum Teich musste gelegt werden. Hydranten gibt es hier nicht. Ein Feuerwehrmann aus Travenhorst sei mit Rauchvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden, berichtet Kasch. Den Schaden schätzt Eigentümer Volker Pries auf rund 250 000 Euro. Die Halle sei zehn Jahre alt gewesen. Ob es Brandstiftung war? Die Tür zur Halle sei aber verschlossen gewesen, betont er. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
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