„Bei uns gibt es nach Ihrer Berichterstattung viele Anfragen“, bestätigte gestern Erzbistumsprecher Marco Chwalek. Bürger haben sich bei der Kirchengemeinde oder bei dem Erzbistum gemeldet und wollen der Siebenjährigen „etwas Gutes tun“.
Wie berichtet, hatte sich Heiligabend nach dem Krippenspiel beim Austeilen von Kerzen in der Bad Segeberger katholischen Kirche das Lämmchen-Kostüm des Mädchens entzündet. Das Mädchen erlitt schwerste Brandwunden und war lebensgefährlich verletzt. Sie sei nun außer Lebensgefahr, daran habe sich nichts geändert, versicherte gestern Marco Chwalek. Viele Menschen haben sich per E-mail gemeldet und möchten gern etwas spenden. Dabei gehe es nicht um die medizinische Versorgung des Kindes. Dafür sei in der Klinik Wilhelmsstift gesorgt, sondern um „etwas materielles Schönes“. Wer spenden möchte, könne das auf einem Konto der Kirchengemeinde St. Johannes unter dem „Stichwort Krippenspiel“ bei der Darlehnskasse Münster DKM, Bankleitzahl 40 06 02 65, Kontonummer 14 26 04 01 00. Der Erlös solle der Familie später übergeben werden, betonte Chwalek.
Die Familie selbst wusste gestern noch gar nichts von der Spenden. Den Lübecker Nachrichten sind Wohnort und Name des Mädchens bekannt, die LN respektieren aber den Wunsch der Familie auf ihre Privatsphäre. Erzbistumssprecher Marco Chwalek ist davon überzeugt, dass viele Gemeinden bei den kommenden Gottesdiensten das Mädchen in ihr Gebet einschließen werden. Eine positive Nachricht ist auch, dass der an der Hand schwerverletzte Ersthelfer Stefan Ziegler gestern erfolgreich operiert worden ist.
Insgesamt werde man sich bei den Kirchengemeinden nach dem schweren Unfall mit dem Thema beschäftigen. Chwalek: „Wir müssen uns Gedanken machen, was wir unseren Gemeinden im Umgang mit Kerzen raten sollen.“ wgl
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