Sirenenalarm gestern in den späten Abendstunden – Großeinsatz für die Bad Segeberger Feuerwehr im Schneetreiben. Wie vor wenigen Tagen brannte es wieder im Gewerbegebiet am Asternweg. Damals stand die nahe Wachsfabrik in Flammen, Schaden eine halbe Million Euro.
Dieses Mal steht eine Lagerhalle der Zimmerei Peter Hamelau in einer dicken Qualmwolke. Kein leichter Fall für die Feuerwehrmänner um Wehrführer Mark Zielinski.
Hydranten stehen unter Eis und müssen erst mühsam mit dem Brenner aufgetaut werden. Gleichzeitig muss ein schweres Stahltor mit vereinten Kräfte aufgebrochen werden. Es versperrt den Rettern den Weg in die Halle. Schwerer Qualm dringt unter dem Dach hervor.
„Wie weit ist das Wasser?“, ruft ein Feuerwehrmann zu den Kollegen. Funkgeräte quäken. Beißender Gestank macht sich breit, als der Wind dreht. Die Männer rütteln verzweifelt am Tor. Mit Äxten versuchen sie es aufzustemmen. Scheiben klirren, als die Feuerwehr versucht über die Fenster in das Gebäude einzudringen, um näher an den Brandherd heranzukommen.
Sägen kreischen. Schließlich können Teile aus dem Stahltor geflext werden. Die langen Schlauchleitungen sind gelegt, die Hydranten aufgetaut. Allmählich füllen sich die Rohre mit Wasser. Gleichzeitig wird aus einem Tanklöschfahrzeug der erste Angriff mit Löschwasser durch die geöffneten Fenster gestartet. Inzwischen rattert ein riesiger Lüfter am aufgebrochen Tor, der den dicken Qualm wie ein Staubsauger aus dem Gebäude zieht.
Sind in der brennenden Halle eventuell gefährliche Stoffe gelagert? Zielinski glaubt, dass es sich dabei hauptsächlich um Holz und geringe Mengen an Dachpappe handelt. Es ist 21.20 Uhr. Jetzt wird das Drehleiterfahrzeug in Marsch gesetzt. Das Dach muss aufgebrochen und der Brand von oben gelöscht werden.
„Es handelt sich um eine Lagerhalle einer Zimmerei mit Holz und Dachdeckerutensilien“, gibt Wehrführer Mark Zielinski einen ersten Lagebericht. Durch eine „Ofen-Fehlfunktion“ sei es möglicherweise zu einem Feuer gekommen. Im Einsatz seien vier Trupps, die jetzt den Innenangriff starten. Zielinski: „Wir werden jetzt erst einmal das Dach öffnen, um Rauch und Hitze abzuführen und so das Feuer besser löschen zu können.“ Die Hydranten seien mit Dachdeckerbrennern aufgetaut worden. „So ein Gerät haben wir auf jedem Löschfahrzeug.“ Routine. Für den ersten Angriff stünden ohnehin sechs Kubikmeter im Tanklöschfahrzeug zur Verfügung. Die Leiter-Hydraulik bewegt sich. Jetzt beginnt der Angriff von oben.
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