Bad Segeberg – Unsere Stadt ist wunderschön, sie muss sich nur besser verkaufen. Unter dieser Überschrift könnten man die zahlreichen Vorschläge der LN-Leser zur Stadtplanung verbuchen. „Helfen Sie mit eigenen Ideen!“, hatten am 14. Januar die Lübecker Nachrichten die Bürger aufgerufen. Wo bleiben der Stadt trotz leerer Kassen noch Gestaltungsmöglichkeiten? Welche Entscheidungen sollen die Politiker treffen? Wo soll Bürgermeister Dieter Schönfeld Akzente setzen?
Die meisten Leser hatten sich bei ihren Zuschriften längst nicht damit begnügt, ihre gewünschten Schwerpunkte auf dem Coupon anzukreuzen, sondern in Briefen und E-Mails viele Vorschläge gemacht. Die Segeberger LN-Redaktion bedankt sich dafür herzlich bei ihren engagierten Lesern. Bei der Frage nach den künftigen Schwerpunkten der Stadtpolitik lag eindeutig der Punkt Innenstadtbelebung/Parkplätze mit mehr als der Hälfte der Zuschriften vorn. Es folgten Gesundheitspark/Promenade, Kultur und Tourismusangebot.
Längst nicht nur Bad Segeberger sorgen sich um ihre Stadt, auch Bürger aus den umliegenden Dörfern melden sich zu Wort. So Wally Borcherding aus Geschendorf, die sich fragt, warum die Parkplatzsituation in der Stadt viele Bürger derart massiv beschäftigt. Warum Parkplätze mitten in der Stadt? In allen vier Himmelsrichtungen vor der Stadt gebe es die Möglichkeit, Parkplätze einzurichten: „Wer nicht zu Fuß in die Stadt laufen kann, hat die Chance, mit dem Stadtbus sein Ziel zu erreichen.“ Doch die Mehrheit fordert Innenstadt-Parkplätze. Wie Ewald Kock aus Bad Segeberg, der Kurzzeitparkplätze vermisst, um einzukaufen.
Margret Rose aus Klein Rönnau beklagt die vielen Bausünden in der Stadt, die triste Einfahrt nach Bad Segeberg und auch die unleserlichen Schilder. Tatsächlich scheint es ein Problem zu sein, dass die Stadt ihre Schokoladenseite versteckt. Christine Meister aus Bad Segeberg hat bemerkt, dass es keine Hinweise zu den Erholungsgebieten gibt: „Auch auf den Parkplätzen für die Karl-May-Touristen findet sich keine Werbung und kein Hinweis auf die tollen Möglichkeiten, die unsere Stadt bietet.“Auch sollte am Bahnhof und bei Möbel Kraft auf die „Perlen“ der Stadt hingewiesen werden, fordert die Bad Segebergerin.
In der Innenstadt wird ein Kinderspielplatz für die Kleinsten vermisst. So auch von Christine Meister. Sie findet dafür die Wiese vor dem Kreishaus geeignet. Die werde zurzeit hauptsächlich als Hundetoilette genutzt. Andere schlagen als zentralen Spielplatz-Standort einen Teil der großen Wiese vor St. Marien vor.
Christian Tamm aus Bad Segeberg ist dafür, bezahlbare Bauplätze auch in Richtung Weede zu planen. Auch die Koppel hinter dem Theodor-Heuss-Ring Richtung Trave könnte für Eigenheime erschlossen werden. Er würde überhaupt die Stadtgrenzen auf Stipsdorf, Klein Rönnau und Klein Gladebrügge ausweiten.
Gunda Kalthoff ist für die Einrichtung neuer Parkplätze und den Bau einer Seepromenade, fragt sich aber, wie man alten Menschen mit Gehwagen oder Rollstuhl einen barrierefreien Weg ermöglichen kann, den Spaziergang am See zu genießen. Die Böschung an der Klinikseite ist nur mit Treppen zu bewältigen. Peter Zastrow vermisst eine bessere Anbindung zum Großen Segeberger See. Edith Neitz fragt: Was nützt eine millionenteure Promenade, wenn der weitere Weg am See mit tiefen Pfützen bedeckt und matschig ist? Musikveranstaltungen am See regt Beatrix Fay aus Klein Rönnau an. Bad Segeberg könnte doch ein Folk-Festival ähnlich dem beliebten Blues-Festival in Eutin veranstalten. Claus Claussen lässt die vorgegebenen Kategorien links liegen und fordert für Bad Segeberg „Jugend, Jugend, Jugend!“. Helga Gauch-Utecht aus Klein Rönnau regt ebenfalls mehr Angebote für die Jugend an. Heinke Stark will mehr Leben in der Innenstadt. „Wo können in Bad Segeberg Jung und Alt tanzen gehen?“ Manchen reiche zum Glück ein schönes Tanzlokal.
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