Helfen im Kinderhospiz, Alzheimerpatienten betreuen oder im Sportverein aktiv sein – die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements im Kreis Segeberg sind vielfältig. Einen Einblick in die unterschiedlichsten Bereiche bot die Ehrenamtsmesse des Kreises am Sonntag in Bad Bramstedt. Zwischen 800 und 900 Besucher informierten sich in der Sporthalle am Schäferberg an etwa 50 Ständen über die Arbeit von Vereinen und Institutionen aus der Stadt und dem Kreisgebiet. So waren unter anderem das Jugendherbergswerk, der Wege-Zweckverein, die Jugendakademie, die Bramstedter Turnerschaft, der Weiße Ring, der Naturschutzbund und die Parteien des Kreises vertreten. Doch auch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben stellte sich und den Bundesfreiwilligen Dienst vor. Neben Angeboten im sozialen und ökologischen Bereich ist ein Bundesfreiwilligendienst auch in Kultur, Sport, Bildung und Integration möglich. Da das Nachfolgeprodukt des Zivildienstes besser angenommen worden sei als erwartet, seien die Mittel dafür nahezu erschöpft, so ein Mitarbeiter des Amtes. Und ergänzte, dass sich vor allem ältere Menschen informiert hätten, da der Bundesfreiwilligendienst altersunabhängig sei. Gut besucht war auch der Stand der Selbsthilfegruppe „Umweltkranke Mittelholstein“, die für die Messe ihren Focus auf duftstoffreie Produkte und Schadstoffbelastung in Kleidung und Babyprodukten gelegt hatten und zahlreiche Fragen beantworteten. „Wir treffen uns regelmäßig in Bad Bramstedt, tauschen Erfahrungen aus und informieren unter anderem über immer häufiger auftretende Umwelterkrankungen und bauen ein Netzwerk auf“, bemerkte Leiterin Ruth Schwark-Sobolewski.
Vernetzen ist auch das Anliegen der „Bildungsvernetzung Bad Bramstedt“, die seit viereinhalb Jahren existiert. Alle Vereine und Institutionen, die etwas mit Bildung zu tun haben, arbeiten zusammen und haben das Projekt „Lebenswelt Schule“ initiiert und zum Beispiel an allen Grundschulen des Schulverbandes Bad Bramstedt ein offenes Ganztagsschulangebot geschaffen.
Zulauf hatten auch die Stände des Pflege Stützpunktes des Kreises und der Alzheimer Gesellschaft Norderstedt/Segeberg. Dr. Dagmar Boxhammer und Rosemarie Bernin informierten über Demenz, Pflege und die Mittwochsgruppe für Alzheimerpatienten in Bad Bramstedt. Zu jenen, die sich ausführlich beraten ließen, gehörte Winfried Teschmer aus Großenaspe. „Ich möchte mich gern ehrenamtlich betätigen“, begründete er.
Bad Bramstedts Bürgermeister, Hans-Jürgen Kütbach, war zufrieden. Die heitere und familiäre Stimmung der Veranstaltung sei gut angekommen. Außerdem lobte er die gemeinsamen, geistlichen Worte der Vertreter der protestantischen, katholischen, jüdischen und moslemischen Gemeinden zum Auftakt der Ehrenamtsmesse.
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