Das nachhaltigste Bildungsprojekt der Landesgartenschau wird in diesem Jahr an gleicher Stelle fortgesetzt. „Die Erfolgsstory geht weiter“, kündigte jetzt Norderstedts Stadtpark-Geschäftsführer Kai Jörg Evers an. Er will das Umweltbildungsprogramm „Klasse im Grünen“ den Kindergärten und Schulen in der Region zur Naturerforschung anbieten. Die 835 Gruppen, die sich während der Landesgartenschau an diesen Projekten beteiligten, hätten bewiesen, dass es hierfür einen Bedarf gebe, sagte Norderstedts Jugenddezernentin und Zweite Stadträtin Anette Reinders.
„Mit der Klasse im Grünen können wir gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Kinder lernen etwas über ihre Umwelt, sie sind draußen in der Natur und sie haben auch noch Spaß dabei.“ Die Bildungsangebote in der freien Natur seien nicht nur vielfältig, lobte die frühere Vorsitzende der GAL-Fraktion in der Norderstedter Stadtvertretung. Sie würden auch nachhaltiger mit den Belangen von Natur und Umwelt vertraut gemacht, weil sie diese konkret erleben und stärker verinnerlichen könnten, wie die Umwelt für die Zukunft besser geschützt werden könnte.
Für das Programm hat sich die Norderstedter Stadtpark GmbH wieder verschiedene Partner an die Seite geholt. So werden die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten den Kindern und Jugendlichen die Bedeutung des Waldbodens für das Ökosystem und die Bewirtschaftung des Rohstoffes Holz erklären. Wissenschaftler der Universität Flensburg werden wieder versuchen, den Teilnehmern die Zusammenhänge von Energieverbrauch, Treibhauseffekten und Klimawandel näher zu bringen. Zertifizierte Landschaftsführer des Projekts „DraußenZeit“ bieten an, die Bedeutung des Lebensraums Moor, die wilde Botanik oder die Pflanzen am Wegesrand, die keineswegs Unkraut seien, für das Ökosystem einzuordnen.
Darüber hinaus wird am Seepark das Ökosystem Wasser mit Flora und Fauna untersucht. Und erstmals beteiligt sich auch der Eine-Welt-Verein mit Angeboten, die die Kinder zu fairem Handel und nachhaltigem Konsumverhalten erziehen sollen. Alle Kurse dauern 90 Minuten und werden vom 16. April bis 2. Oktober, montags bis freitags von 9.30 bis 15.30 Uhr, angeboten. Sie richten sich nach Altersgruppen getrennt an Kindergärten, Grundschulen und weiterführende Schulen sowie an Jugendgruppen. Jeder Teilnehmer zahlt vier Euro. „Wir rechnen mit mindestens 200 Kinder- und Jugendgruppen“, sagte Stadtpark-Chef Evers. 1800 Schulen und Kitas seien angeschrieben worden. Die Erzieherinnen und Lehrkräfte können sich vorab bei drei Veranstaltungen über das Projekt informieren: am 7. und 20. März sowie am 3. April jeweils ab 16 Uhr.
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