Das Leben ist schön im Dezember. Man bekommt nichts mit. Als Börsianer leidet man dann weniger unter dem Wort „Jahresendrallye“, das, je öfters diese angekündigt wird, noch häufiger ausfällt.
Dumm nur, dass Glühweinpreise inzwischen höher stehen als der Kurs der Commerzbank. In Börsenkreisen heißt sie „Kopfschmerzbank“, wahrscheinlich wegen ihrer Bilanz und der Kapitalausstattung, was zu Kopfschmerzen führt. Für einen Glühwein bekommt man heute sogar zwei Kopfschmerzbank-Aktien. Schaut man sich die Börsenkurse an, ach, ich würde auf Glühwein setzen, vor allem, was die Zukunft betrifft.
Glühwein hat sedierende Eigenschaften. Damit werden sogar Nachrichtensendungen erträglicher. Katzen und Hunde meiden einen. Selbst wenn die Bazooka in Euroland zum Einsatz kommt, verschläft man sie. Vielleicht wundert man sich, wenn nächstes Jahr Glühwein das Doppelte kostet. Sie werden jetzt erschrecken, auf welche Ideen der Autor dieser Zeilen so kommt. Ja, ich arbeite gerade an einem AVT-Spray. Bitte? Ja, ein Anti-Verschwörungs-Theorie- Spray, nur aus Vorsicht vor zu viel zwiespältigen Meldungen. Die Tests laufen gut. Drei kleine Spritzer schützen einen vor sämtlichen Verschwörungstheorien – eine Stunde lang. Bei Bedarf einfach nachspritzen. Ich habe eben den Fernseher damit eingesprüht und warte auf die Wirkung. Mit einem Glühwein.
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