Die Banken geben wegen der Ebbe am Kreditmarkt selbst goldgeränderten Unternehmen kaum mehr Kredite. Sie müssen Eigenkapital vorhalten. Damit droht eine Kreditklemme, wenn diese nicht schon vorhanden ist.
Gleichzeitig hört man, dass Aufträge ausbleiben. Von ersten Entlassungen, pardon, Effizienzmaßnahmen ist die Rede. Die Einkaufspegel der Einkaufsmanager liegen so niedrig wie die Pegelstände auf deutschen Wasserstraßen. Doch der Aufschwung geht munter weiter. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
Das Problem ist, so sagen Experten, dass man eine Rezession herbei reden kann. Also schweigen Sie jetzt! Sonst kommt sie auch. Auf die Idee, dass das etwas mit Überkapazitäten, Wildwuchs und weniger Bedarf zu tun haben könnte, kommt kaum mehr jemand.
Aber es gibt ja den optimistischen Verbraucher, der nach offizieller Lesart fröhlich durch die Läden rennt und Geld ausgibt, was er nicht hat. Erstaunlich, dass die Einzelhandelsumsätze sinken und zugleich die Stimmung der Verbraucher steigt.
Real aber besitzt der Konsument weniger Kaufkraft als zu Zeiten der Wiedervereinigung. Experten sehen wohl deshalb die Verbraucher als Stütze der Konjunktur. Ha! Man muss nur noch den Planeten erfinden, auf dem so etwas möglich ist. Seltsame Interpretationen in Zeiten moderner Computer. Früher, so sagte mein Opa, hätte es für solchen Unsinn 20 Stockhiebe gegeben. Heute gibt es eine Gehaltserhöhung – zur Stützung der Konjunktur.
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