Unterdessen ist der Euro so beliebt wie der Bundespräsident. Kein Wunder, dass die Leute ihr Geld ausgeben. Woher sie es nehmen, bleibt ein statistisches Wunder.
Der sagenhafte Kaufrausch im Einzelhandel im letzten Jahr ist wahrscheinlich der Grund für die abgestürzten Konsum-Aktien. Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Manche Schlussfolgerungen springen etwas zu kurz. Die Preise für das, was man wirklich braucht, steigen. Spaß wird meist billiger, bis aufs Autofahren.
Zudem hört man, dass die Leute ihr Geld lieber ausgeben, solange es noch etwas wert ist, so auch meine Nachbarin und strahlt mich an wie ihre Eimer weißer Farbe, die sie glücklich in die Wohnung schleppt. Morgen wird ihre dritte Couch geliefert. Wenn der Dax so weitermacht wie in dieser Woche, ist auch noch eine vierte Couch drin, obwohl sie gar keine Aktien hat. In der Akademie für Staubsaugervertreter herrscht grenzenlose Zuversicht.
Unterdessen habe ich Dartpfeile geworfen und Prognosen für 2012 erstellt. Versprechen sind nett. Echtes ist netter. Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Diese Idee stammt aus Regierungskreisen. Und sollten die Dinge mal schlecht aussehen, könnte die Wulff’sche Idee, Journalisten eine ISO-Norm zu verpassen, Abhilfe schaffen. Die Börse freut’s. Die Wunder mehren sich – und in der Zunft der Staubsaugervertreter geht die Zuversicht in Manie über.
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